Die Aktie der Warner Music Group verbuchte im Anschluss an die Bekanntgabe ihrer Geschäftszahlen für das dritte Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Kurszuwachs von bis zu acht Prozent. Zu Handelsschluss in New York rangierte das Papier bei 16,79 Dollar – ein Plus von immer noch fast sieben Prozent und gleichzeitig der höchste Kurs seit rund zwei Monaten.
Zuvor hatte der Konzern mit seiner Quartalsbilanz die Erwartungen der Wall-Street-Analysten übertroffen: Zwar lag der Nettoverlust für den Berichtszeitraum bis Ende Juni bei 179 Mio. Dollar, die Sondereffekte des Börsengangs herausgerechnet, blieb jedoch ein Verlust von 35 Mio. Dollar oder 27 Cent pro Aktie übrig – nach Angaben der Agentur Reuters hatten optimistische Finanzexperten zuvor mit einem Minus von mindestens 33 Cent pro Anteilsschein gerechnet.
Auch die Zuwächse im Digitalgeschäft machen den Analysten offenbar Hoffnung: Konzernübergreifend entfallen inzwischen mit 44 Mio. Dollar sechs Prozent aller Umsätze auf diesen Bereich, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent und im Vergleich zum vorherigen Quartal um sechs Prozent wuchs und damit schneller als die Gesamtumsätze. Diese Zuwächse seien sehr ermutigend, sagte Bishop Cheen, Analyst bei Wachovia Securities, gegenüber Reuters. Angesichts des internationalen Marktpotenzials im digitalen Bereich sehe er hier noch Spielraum nach oben.
Noch Mitte Mai, kurz nach dem nicht ganz nach den Wünschen der Konzernstrategen gelaufenen Börsengang, hatten Analysten gefürchtet, dass das digitale Musikgeschäft die Verluste im physischen Bereich auf absehbare Zeit nicht auffangen könne. CEO Edgar Bronfman jr. dagegen zeigte sich davon überzeugt, dass die WMG binnen vier Jahren ein Viertel ihres Umsatzes durch den Verkauf von Musik über Internet- und Mobilfunkanwendungen erzielen wird.





