So verbessert sich Sony im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum vom fünften auf den zweiten Platz in der Konzernwertung Longplay. Mit einem Anteil von 19,66 Prozent in den Charts kann der Berliner Konzern BMG und EMI auf die Plätze verweisen. Trotz der Rekordverkäufe des Grönemeyer-Albums – zur Zeit kommen etwa auf jedes verkaufte Album in den Top 100 zehn verkaufte CDs des Bochumers – rutscht EMI im Vergleich mit den ersten drei Quartalen 2001 vom zweiten auf den vierten Platz ab. Diese Diskrepanz erklärt sich aus der spezifischen Auswertungsmethode von Media Control, die nicht die tatsächlichen Verkaufszahlen berücksichtigt, sondern auf einem komplexen Punkteverteilungsschlüssel basiert, der sich nach den Platzierungen in den Charts richtet.
So liegen wie in den vergangenen Wochen zwischen dem ersten und zweiten Platz – gemessen an den Verkaufszahlen – eklatante Unterschiede, die aber bei der Erhebung der Punkte keine entsprechend große Rolle spielen. Zwar bedeuten gute Verkaufszahlen auch gute Platzierungen und damit letztlich einen hohen Prozentanteil bei der Quartalsauswertung, aber diese Werte werden im Fall der EMI erst beim Jahresrückblick zum Tragen kommen. Denn der Erhebungszeitraum von Media Control für die ersten drei Quartale deckt sich nicht mit den kalendarischen Vierteljahreseinheiten. Während der Kalender den gesamten September zu den ersten drei Quartalen rechnet, reicht die Analyse von Media Control von der 50. Kalenderwoche des Vorjahres nur bis einschließlich der 37. Kalenderwoche, also bis zum 14. September. Zu diesem Zeitpunkt war das Grönemeyer-Album „Mensch„, das am 2. September erschien, erst zwei Wochen im Handel. Folglich kam es damit nur eine Woche lang in die Wertung von Media Control.
Wesentlich länger konnten sich indes die Sony-Künstlerinnen Anastacia und Shakira, deren Alben noch immer in der Longplay-Liste platziert sind, im Wertungszeitraum halten und damit Sony zu den gestiegenen Werten verhelfen. Gleiches gilt für Warner Music: Das schon Anfang Juli erschienene Album „By The Way“ von den Red Hot Chili Peppers trug dazu bei, dass der Hamburger Konzern sich im dritten Quartal vom vierten auf den zweiten Platz verbesserte.






