Recorded & Publishing

Quartalsauswertung: Sony BMG auf den Fersen Universals

Allmählich scheint sich die Fusion von Sony und BMG auszuzahlen – zumindest bei den Charts-Anteilen. Denn bei der entscheidenden Longplay-Wertung führt Universal nur noch mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Sony BMG.

Zwar liegt Universal Music mit einem Anteil von 31,21 Prozent bei den MusikWoche Top 100 Longplay noch an der Spitze. Doch der Abstand zu Sony BMG ist denkbar knapp und beträgt nur 0,21 Prozent. Dabei kann sich der fusionierte Major vor allem auf Dauerbrenner wie Annett Louisan und Peter Maffay stützen, während Universal mit den Söhnen Mannheims und Juli ebenfalls einige heiße Eisen im Charts-Feuer hat. Das Rennen um die Dominanz bei den Charts-Anteilen machen die beiden Konzerne mittlerweile unter sich aus, da EMI mit 14,71 Prozent und Warner mit 13,08 Prozent in etwa gleichermaßen abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier rangieren.

Bei den Singles indes bleibt Universal dank Schnappi eindeutig Marktführer. Bei den nationalen Veröffentlichungen wiederholt sich die Gesamtsituation: Universal kann sich bei den Alben knapp vor Sony BMG behaupten, während der Vorsprung von Universal im Singles-Segment passabel ist. Abwechslung herrscht dagegen an der Spitze der Verlagsliste: EMI Music Publishing erobert sich die Spitzenposition von Warner/Chappell zurück, während Wintrup dank Wir sind Helden den Sprung in die Top Ten schafft.

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