Recorded & Publishing

PwC prognostiziert Turnaround

Einer Studie der Analysten von PricewaterhouseCoopers zufolge wird das Musikgeschäft bis 2007/2008 in allen Ländern wachsen, außer in Lateinamerika. Wachstumstreiber sei der digitale Musikvertrieb.

Eine Studie zum weltweiten Entertainment- und Media-Markt von PricewaterhouseCoopers (PwC) beschäftigt sich mit den Auwirkungen des digitalen Geschäfts auf das Musikgeschäft. Der Studie zufolge wird der Musikmarkt bis 2007/2008 in allen Ländern wachsen, außer in Lateinamerika. Dort würden sich Breitbandinternetanschlüsse in den nächsten Jahren nicht ausreichend entwickeln. Dies berichtet die Onlineausgabe des „Financial Express“. Im asiatisch-pazifischen Raum sei laut PwC bis 2005 noch mit einem Rückgang des Musikgeschäfts zu rechnen, 2006 stabilisiere sich der Markt aber. Die Verbreitung legaler Angebote führe dann 2007 und 2008 zu einem Turnaround in der Musikbranche. Das Musikgesamtgeschäft im asiatisch-pazifischen Raum erreiche bis Ende 2008 ein Volumen von 5,3 Mrd. Dollar, umgerechnet 4,34 Mrd. Euro, so die Studienergebnisse. Das entspräche einem durchschnittlichen Wachstum von 0,4 Prozent pro Jahr ab 2003. Die Konsumentenausgaben für physische Tonträger sollen bis 2008 auf 4,8 Mrd. Dollar, umgerechnet 3,9 Mrd. Euro, sinken, im Durchschnitt 1,6 Prozent pro Jahr ab 2003. Die digitale Distribution werde bereits 2007 ein wichtiges Marksegment sein, das bis 2008 auf ein Volumen von 504 Mio. Dollar, umgerechnet 413 Mio. Euro, anwachse. Indien und China sind PwC zufolge die am schnellsten wachsenden Märkte im digitalen Geschäft. Mit 3,5 Mrd. Dollar, umgerechnet 2,9 Mrd. Euro, machen die Konsumentenausgaben für digitale Musikdownloads in Japan zwei Drittel des Gesamtmarkts im asiatisch-pazifischen Raums aus. Es folgt Australien mit 709 Mio. Dollar, umgerechnet 581 Mio. Euro. Für den digitalen US-Musikmarkt prognostizieren die PwC-Analysten bis 2008 ein Volumen von 2,2 Mrd. Dollar, umgerechnet 1,8 Mrd. Euro.