Wie schafft man es als Independentlabel, in Zeiten sinkender Tonträgerverkäufe seine Umsätze innerhalb von fünf Jahren jährlich um zehn Prozent zu steigern? Im Fall von Putumayo mit dem Verzicht auf Downloadangebote, gezügelter Veröffentlichungspolitik und mehr NTOs.
Das vor 14 Jahren gegründete Weltmusik-Label hat seine Umsätze von 350.000 Dollar im Jahr 1993 auf 24 Millionen Dollar im vergangenen Jahr gesteigert. Dabei haben nur zehn CDs der Firma jemals mehr als 300.000 Exemplare verkauft, verriet Gründer Dan Storper der „New York Post“. Jedes Jahr bringt Putumayo 14 Compilations auf den Markt, keine davon landet bei Downloadhändlern. Es gehe um das Gesamtpaket aus Titelzusammenstellung Verpackung, Cover-Gestaltung und Liner Notes, so Storper. Das könne man im Digitalgeschäft nicht gleichwertig bieten. Außerdem vermarktet Putumayo seine CDs mit Musik aus aller Herren Länder vorrangig außerhalb des traditionellen Handels.
In den USA macht die Firma 65 Prozent ihrer Umsätze mit Verkäufen in Nontraditional Outlets wie z.B. im MoMA in New York, im Buchhandel oder Eine-Welt-Shops. Diese Strategie verfolgt das Label mit seinen Lizenzpartnern – wie Exil in Deutschland – auch international.





