Am 29. März beginnt vor dem Londoner High Court der seit einem Jahr erwartete Prozess im Streit zwischen Apple Corps. und Apple Computer. Die Firma der Beatles wirft den Machern von iPod und iTunes vor, Namens- und Markenrechte verletzt zu haben. Bis zuletzt hätten die beiden Unternehmen noch Zeit gehabt, sich außergerichtlich zu einigen – doch dazu kam es nicht mehr. In der Vergangenheit war gerüchteweise wiederholt von Vergleichssummen jenseits der 30-Mio.-Dollar-Grenze die Rede. Apple Corps. und Apple Comp. streiten seit Jahren über die Nutzung des Apfel-Logos in Zusammenhang mit Musik.
Apple Computer hatte sich 1991 außergerichtlich mit den verbliebenen Beatles-Mitgliedern und den Erben der verstorbenen Bandmitglieder geeinigt. Damals zahlte Steve Jobs‚ Firma 26,5 Mio. Dollar, weil man sich trotz einer älteren Vereinbarung mit einer neuen Software ins Musikgeschäft gewagt hatte. Nun streiten die beiden Parteien über den iTunes Music Store und den iPod. Apple Corps., die Managementfirma der Beatles, sieht darin den Vergleich von 1991 verletzt. Apple Computer argumentiert, das 91er-Agreement habe die exklusiven Namensrechte in Verbindung mit Datenübertragungsdiensten eingeschlossen. Diese Klausel sei auch explizit auf Daten wie Musik anwendbar.
Die Beatles-Anwälte sind indes anderer Ansicht. Sir Paul McCartney, Ringo Starr, Yoko Ono und Olivia Harrison werden zur Gerichtsverhandlung nicht erwartet, statt dessen wird Geschäftsführer Neil Aspinall die Beatles-Firma vertreten. Für den Computerhersteller wird voraussichtlich Eddie Cue, Vice President Applications, vor Richter Mann erscheinen.





