Vertreter privater Hörfunksender haben heute, am 27. September, auf einer Pressekonferenz in Berlin vor den Folgen einer möglichen Quotenregelung und ihren Auswirkungen auf den privaten Rundfunk gewarnt. Hans-Jürgen Kratz, Vorsitzender des Fachbereiches Hörfunk des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation erklärte, der Verband lehne Eingriffe in die Programmfreiheit mittels Quotenvorgaben grundsätzlich ab. Quoten behinderten den Qualitätswettbewerb und beförderten die Subventionsmentalität. Eine Quote richte sich zudem an die falschen Adressaten: „Eine Quote würde die Musikindustrie aus ihrer Verantwortung gänzlich entlassen, unsere Hörer und Zuschauer bevormunden und unsere wirtschaftlichen Grundlagen bedrohen“, so Kratz. Die Sendervertreter wiesen darauf hin, dass sie, anders als öffentlich-rechtliche Sender, wirtschaftlich arbeiten und deshalb ihr Programm in Hinblick auf größtmögliche Reichweite und Werbeeinnahmen gestalten müssten. In Hinblick darauf, dass Musiklabels ihren Anteil an deutschen Künstlern teilweise dramatisch verringert hätten, wies Kratz darauf hin, dass die Labels die eigentlichen Verursacher der schwierigen Situation für Künstler seien. Radio und Fernsehen dürften nicht als Sündenbock für die Fehler anderer Marktteilnehmer herhalten: „Die Forderungen der Musikindustrie und Künstler nach einer Quote in der derzeit für alle schwierigen wirtschaftlichen Lage sind eindeutig ein Versuch, eigene Versäumnisse der Vergangenheit zu unseren Lasten wettzumachen.“
Privatsender lehnen Radioquote ab
Vertreter privater Hörfunksender haben heute, am 27. September, auf einer Pressekonferenz in Berlin vor den Folgen einer möglichen Quotenregelung und ihren Auswirkungen auf den privaten Rundfunk gewarnt.






