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Privatradio spielt mehr neue Titel als Öffentlich-Rechtliche

Aktuelle Marktdaten der deutschen Radiolandschaft liefern dem Bundesverband Phono neue Argumente für eine Newcomer-Quote im Radio.

Aktuelle Marktdaten der deutschen Radiolandschaft liefern dem Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft neue Argumente für eine Newcomer-Quote im Radio. Nach jüngsten Untersuchungen spielen die privaten deutschen Hörfunksender mit 17,1 Prozent sogar mehr Neuheiten-Musiktitel als die öffentlich-rechtliche Konkurrenz, die trotz Kulturauftrag nur auf 14,3 Prozent kommt. „Es ist erschreckend, dass die meisten öffentlich-rechtlichen Radioprogramme in Deutschland kaum noch musikalische Neuheiten senden“, kommentiert Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. Mit Einführung „einer 50:50-Radioquote für mehr musikalische Vielfalt hätten viele junge Künstler mehr Chancen, sich im Radio einem Publikum zu präsentieren“, so Gebhardt im Verbands-Jahrbuch 2003.