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Preis für Popkultur 2026 macht Termin für Gala fix

Lange stand auf der Kippe, ob der mittlerweile seit zehn Jahren bestehende Preis für Popkultur stattfinden kann. Die Verantwortlichen gaben nun grünes Licht und kommunizierten sowohl einen Termin als auch eine Venue für die Preisverleihung.

Der Preis für Popkultur sieht sich seit seiner Premiere im Jahr 2016 als Award „jenseits kurzlebiger Hypes, Charts und Verkaufszahlen“. Trotz finanziell unsicherer Zeiten kann die Verleihung in diesem Jahr erneut stattfinden. Während man Anfang 2026 bei MusikWoche noch über ein mögliches neues Förderkonzept mit dem Kulturstaatsministerium und der Initiative Musik gesprochen hatte, kann man nun nicht auf eine öffentliche Förderung setzen und baut auf privatwirtschaftliche Sponsorengelder.

Nachdem die Awardshow im vergangenen Jahr in Düsseldorf stattfand, kehrt der Verein für Popkultur mit seiner Gala in diesem Jahr nach Berlin zurück und klinkt sich ins Umfeld der Fête de la Musique ein. Als Veranstaltungsstätte konnten die Verantwortlichen das Zeiss-Großplanetarium gewinnen.

Bei der Fête de la Musique zeigte der verantwortliche Verein in den vergangenen Jahren ohnehin schon Präsenz – dort zog man unter anderem 2025 rund 2500 Besuchende an der eigenen Bühne mit Acts wie MC Fitti, Zavet oder Bac an. Auch in diesem Jahr baut der Verein für Popkultur wieder eine Bühne beim bundesweiten Umsonst-Festival auf.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Verleihung des Preises für Popkultur trotz der fehlenden Bundesförderung auch 2026 wieder möglich machen können“, so die Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Josefine Nowack und Stephan Hengst. „Das gelingt nur durch unglaublich viel Einsatz, Herzblut und die Unterstützung vieler Menschen, die an die Bedeutung von Popkultur glauben.“

Namentlich nennt der Verein den Veranstaltungsort sowie Reservix als wichtige Partner. Zudem dankt man unter anderem Studio Grill, Spreequell, 1664 blanc, BMG, Universal Music, Recordsale.de und Rausgegangen für die Partnerschaft.

Besonders in einer Zeit, in der Kulturförderung an vielen Stellen gekürzt werde, sei es laut Hengst und Nowack wichtig, „Räume für Sichtbarkeit, Austausch und Gemeinschaft zu erhalten.“ Zum zehnten Geburtstag der Awardshow kommentieren die beiden: „Auch wenn die Ausgabe diesmal etwas kompakter ausfällt, freuen wir uns sehr darauf, diesen besonderen Moment gemeinsam mit unseren Nominierten und Vereinsmitgliedern zu feiern.“

Anfang Februar 2026 wurde die Shortlist der Nominierten in den zehn Kategorien bekanntgegeben. In neun Kategorien entscheidet eine Fachjury, der unter anderem Mousse T., Musikjournalistin Alba Wilczek, der Rapper Baran Kok, die c/o-pop-Festivalleiterin Elke Kuhlen angehören. In der Rubrik „Lieblingssong“ vertraut man erstmals auf ein Publikumsvoting, das am 8. Juni startet.