Deutschland wird Partnerland der Popkomm 2007, die vom 19. bis zum 21. September in Berlin über die Bühne geht. Die Entscheidung steht offenbar in Zusammenhang mit der von Kulturstaatsminister Bernd Neumann angeschobenen Gründung der Initiative Musik und den dort zum Einsatz kommenden Fördermitteln.
„Die Förderung von Musik als Teil des kreativen Sektors wird wegweisend für die deutsche Musikbranche und für den Kreativstandort Deutschland sein“, erläutert der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann. Die von ihm ins Leben gerufene Kooperation zwischen Musikwirtschaft und Kulturpolitik ziele darauf ab, Kreativität und Ökonomie einander näher zu bringen – zugunsten deutscher Pop-, Rock- und Jazzmusik: „Als Partnerland der Popkomm wird es uns gelingen, unseren Künstlerinnen und Künstlern weltweit mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.“
Auch Popkomm-Geschäftsführer Ralf Kleinhenz lobt die Fördermaßnahmen: „Die bevorstehende Gründung der Initiative Musik ist ein großartiges Signal für die Musikszene in Deutschland und zeigt, dass die Politik schließlich die Bedeutung des kreativen Sektors für die kulturelle, gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung unseres Landes erkannt hat. Als internationaler Musikmarktplatz möchten wir dies natürlich gern unterstützen.“ 2007 sei es das Ziel der Popkomm, die Aufmerksamkeit internationaler Firmen auf deutsche Talente zu lenken und sie zum Import deutscher Musik in ihre Heimatländer zu animieren.
Das Partnerland-Konzept wurde mit der ersten Berliner Popkomm im Jahr 2004 eingeführt. Seitdem engagierten sich Frankreich (2004), Spanien (2005) und Brasilien (2006) als musikalische und wirtschaftliche Partner der Messe. Welche Summen die Initiative Musik von der allein aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers zur Verfügung stehenden Euro-Million in den Messeauftritt fließen lässt, ist derzeit nicht bekannt.
Interessant dürfte nun vor allem sein, mit welchen kreativen Konzepten sich Deutschland als Gastgeber- und Partnerland im Popkomm-Umfeld präsentiert und welche Chancen sich für heimische Talente jenseits von international bekannten Vertretern Deutschlands wie den Einstürzenden Neubauten, Kraftwerk oder Rammstein sowie Nena, Seeed, Paul van Dyk oder zuletzt auch Tokio Hotel auf dem internationalen Messeterrain bieten.






