Die Popkollo-Camps richten sich vornehmlich an 10- bis 18-Jährige, stehen aber auch Frauen und Trans-Personen über 18 Jahren offen. Mit ihrem „Do It Together“ (DIT)-Ansatz will Popkollo kollektive Kreativität, gemeinsames Lernen und eine breitere Teilhabe an der Musik fördern. Dies stehe im Einklang mit der Leitidee, dass Kultur und künstlerischer Ausdruck für alle zugänglich sein sollten, begründet Impala die Entscheidung. In den Camps von Popkollo lernen die Teilnehmer:innen Instrumente zu spielen, gründen Bands, schreiben Songs, nehmen an Workshops teil und treten live auf. Darüber hinaus bietet Popkollo Producer-Programme, Workshops, betreute Proben sowie Genre-Camps an, etwa für Jazz und Punk.
„Wir sind sehr stolz auf unsere Freiwilligen und unseren ‚Do It Together‘-Ansatz“, sagt Matilda Köpcke, nationale Koordinatorin für den operativen Bereich bei Popkollo. „Popkollo baut auf dem kollektiven Engagement lokaler Gemeinschaften auf; alles, was wir tun, entsteht aus der Zusammenarbeit von Menschen direkt vor Ort. Unser Hauptziel ist es, geschützte Räume zu schaffen, in denen Menschen kreativ sein und sich frei ausdrücken können. Dies ist eine gemeinsame Errungenschaft – nichts, was einer einzelnen Person oder einem einzelnen Teil der Organisation allein zuzuschreiben wäre. Wir möchten, dass Musik und künstlerischer Ausdruck allen offenstehen und nicht nur einer kleinen oder privilegierten Gruppe vorbehalten sind.“
Eva Karman Reinhold, Co-Vorsitzende der EDI-Arbeitsgruppe von Impala und Vorsitzende der schwedischen Organisation SOM, würdigt den Preisträger: „Seit mehr als 20 Jahren schafft Popkollo unermüdlich Möglichkeiten für Mädchen und Trans-Jugendliche in der Musikbranche und verwandelt Musik dabei in eine kollektive Kraft. Ihr Ausbildungsprogramm für angehende Producerinnen – das sich an erwachsene Frauen und Trans-Personen richtet und unter dem Motto ‚Wer darf Producer sein?‘ steht – öffnet Türen, stärkt das Selbstvertrauen und verändert durch Musik und Gemeinschaft das Leben der Beteiligten.“
Gee Davy, Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe Equality, Diversity & Inclusion (EDI) von Impala und Managing Director AIM UK, fügt an: „Was an Popkollo besonders hervorstach, war die Tatsache, dass das Projekt an vielen verschiedenen Orten und für unterschiedlichste Gemeinschaften funktionieren kann – und sich dabei dennoch eng mit den teilnehmenden Menschen verbunden anfühlt. Zudem haben sie verstanden, dass Menschen Barrieren im Zugang zur Musik auf ganz unterschiedliche Weise erleben; dies spiegelt sich auch in der Art und Weise wider, wie sie ihre Aktivitäten gestalten.“
Für Nastasja Prévost, bei Impala verantwortlich für den Bereich EDI, ist Popkollo ist ein hervorragendes Beispiel für eine nicht-kommerzielle Basisinitiative, die durch das Zusammenwirken lokaler Gemeinschaften und engagierter Menschen gewachsen sei. „Mit dem Changemaker Award möchten wir nicht nur Popkollo, sondern auch den vielen anderen inspirierenden Projekten, die auf der Changemaker-Seite von Impala vorgestellt werden, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Die diesjährigen Nominierten haben eindrucksvoll die große Bandbreite an Initiativen aufgezeigt, die europaweit existieren, um den Musiksektor vielfältiger und inklusiver zu gestalten.“








