Das ursprünglich aus Deutschland stammende Musikunternehmen BMG behält einen Minderheitsanteil am Katalog. Es bleibt gemeinsam mit dem Nachlass von Tina Turner in die weitere Entwicklung des Werkes eingebunden.
BMG hatte die Rechte an Musik und Bild der US-amerikanischen Musikerin im Oktober 2021 in einem Deal erworben, der seinerzeit auf rund 50 Millionen Dollar, also rund 43,32 Millionen Euro, geschätzt wurde. Der Kauf stellte die größte Solo-Artist-Akquisition in der Geschichte des Unternehmens dar. Dazu gehörten der Künstlerinnenanteil an Aufnahmen, Tina Turners Musikverlagsrechte sowie Leistungsschutz- und Aufführungsrechte (Neighboring Rights).
Jessica Koravos, seit Januar 2026 CEO von Pophouse, betont das immer noch bestehende Potenzial der vor knapp drei Jahren verstorbenen Künstlerin für künftige Projekte: „Ich freue mich riesig, Tina Turners legendäres musikalisches Erbe in der Pophouse-Familie willkommen zu heißen. Wir werden nun eine Reihe kreativer Projekte auf den Weg bringen, um Tina Turners bemerkenswerte Musik und Persönlichkeit zu feiern und ihr Vermächtnis als Königin des Rock’n’Roll zu sichern.“ Konkrete Ankündigungen sollen innerhalb der nächsten sechs Monate folgen. Ob ein digitaler Avatar geplant ist, ließ Koravos offen.
Der neue Deal ist Teil der aktuellen Investitionsstrategie bei Pophouse. Die schwedische Firma schloss im März 2025 ihren ersten Fonds mit einem Volumen von über 1,2 Milliarden Euro ab. Sie hält bislang Beteiligungen an den Katalogen von Kiss, Cyndi Lauper, Avicii und Swedish House Mafia. Als Vorzeigeprojekt gilt die „ABBA Voyage“-Show in London mit den digitalen Avatare der Band. Seit Eröffnung des Formats im Jahr 2022 sahen dieses über drei Millionen Besucher:innen.





