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PopBoard NRW präsentierte Politik Forderungskatalog

Bei einem Panel in Köln stellte die Geschäftsführerin des PopBoards NRW, Anna-Kathrin Dietrich, zwei Landespolitikern die Forderungen der Interessensvertretung vor. Ziel des Gesprächs war es, zu erörtern, wie die Politik die lokale Popkultur künftig besser unterstützen kann.

Unter der moderativen Leitung von 1Live-Stimme Daniela Ammermann stellte sich Anna-Kathrin Dietrich, Geschäftsführerin PopBoard NRW, den beiden Landespolitikern Frank Jablonski (Bündnis 90/Die Grünen) und Florian Braun (CDU). Im trilateralen Gespräch sollte auf der Bühne der c/o-pop-Convention die Förderlandschaft NRW besprochen werden.

„Wir bleiben als Szene bisher hinter unseren Möglichkeiten zurück“, konstatiert Dietrich. Man sehe die NRW-Regierung in der Pflicht, „künftig mehr finanzielle Mittel und Strukturen zur Verfügung zu stellen, um Innovation und Kreativität in der Fläche zu ermöglichen, kulturelle Vielfalt zu erhalten und Pop aufgrund seiner hohen gesellschaftlich-kulturellen Relevanz überall mitzudenken“, so die Geschäftsführerin weiter.

Das PopBoard NRW verlangt von der Landesregierung in NRW ein dauerhaftes Bekenntnis des Landes zur Popkultur. Kernforderung ist die feste Verankerung der Popförderung im Landeshaushalt sowie niedrigschwellige Programme, die auch kleine Konzerte und Projekte unterstützen. Das bestehende Fördersystem solle darüber hinaus konsequent weiterentwickelt werden. Zugleich fordert man, die Kreativwirtschaft als integralen Bestandteil der Popinfrastruktur anzuerkennen. Nicht zuletzt brauche es auch bessere rechtliche Rahmenbedingungen, um Kulturorte und Spielstätten wirksam zu schützen.

Auf der Bühne zog Dietrich die Parallele zwischen dem 310 Millionen Euro schweren Kulturhaushalt NRWs und den lediglich eine Million Euro die davon die Popförderung erhält.

Frank Jablonski, Kulturpolitischer Sprecher (Grüne) Landtag NRW, lässt sich dazu zitieren: „Popkultur ist unverzichtbar für die Kulturpolitik und für die Kultur in Nordrhein-Westfalen. Popkultur spielt sich auf vielen verschiedenen Ebene ab und unser Auftrag wird es sein, diese Ebenen noch besser zusammenzubringen und alle Akteuer:innen noch besser zu vernetzen.“