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Politiker fordern Radioquote

Berliner Politiker haben sich im Zuge der Quotendiskussion für die Einführung einer Deutschquote in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ausgesprochen.

Berliner Politiker haben sich im Zuge der Quotendiskussion für die Einführung einer Deutschquote in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ausgesprochen. Eine Quote sei vernünftig, um der regionalen Musikindustrie mehr Präsenz zu verschaffen, erklärte der FDP-Kultursenator Thomas Flierl gegenüber dem „Berliner Kurier“. Wegen des hohen Anteils ausländischer Titel würden die Programme auf Dauer kulturell verarmen. Dem schließt sich Bildungssenator Klaus Böger (SPD) an: „Deutsche Musik ist ein Teil kultureller Identität und sollte erhalten bleiben. Im internationalen Wettbewerb sollten deutsche Künstler faire Chancen haben.“ Eine Quote habe aber nichts mit Deutschtümelei zu tun, betonte Böger. Auch Alice Ströver von den Grünen, Vorsitzende des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus, stimmte in den Ruf nach der Quote ein: „Wenn öffentlich-rechtliche Anstalten sich nicht stärker um die Musik aus Deutschland kümmern, brauchen sie sich nicht wundern, wenn es zu einer Zwangsquote per Gesetz kommen wird.“

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