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Politik erhöht den Druck aufs Radio

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bringt ihren Antrag auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Sender zugunsten deutschsprachiger Musik in den Bundestag. Am 17. Dezember steht das Thema dort auf der Tasgesordnung.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion brachte ihren Antrag auf eine Förderung von Musik aus Deutschland und eine freiwillige Selbstverpflichtung der Sender zugunsten deutschsprachiger Musik auf die Tagesordnung des Bundestags. Der Entwurf einer Gruppe um Steffen Kampeter, Vorsitzender des Dialogforums Musikwirtschaft der CDU Deutschlands, passierte die Diskussion in der Fraktion am 14. Dezember ohne größere Änderungen. Am 17. Dezember befasst sich nun der Bundestag mit dem Thema. Wie musikwoche erfuhr, steht der Antrag ab etwa 14.30 Uhr für rund eine halbe Stunde im Fokus des politischen Schlagabtauschs zwischen Regierung und Opposition. Für die Union soll dabei neben Kampeter auch Gitta Connemann, Vorsitzende der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland, in den Ring steigen.

„Wir wollen mit dieser Initiative zeigen, dass die Forderung der Musiker nach einer Stärkung deutscher Musik von politischer Seite große Unterstützung findet“, betonte Kampeter im Vorfeld der unionsinternen Diskussion. In ihrem Antrag weist die CDU/CSU-Fraktion nun u.a. auf die schwierige Lage der Musikbranche hin, kritisiert die von den Bürgern gefühlte Vernachlässigung des öffentlichen-rechtlichen Kulturauftrags und fordert den Bundestag vor diesem Hintergrund auf, den Stellenwert deutscher Produktionen zu stärken. Auch eine weitere Unterstützung des Musikexportbüros German Sounds steht auf der Agenda. Schließlich sollen auch die Länder eingebunden werden, um im Rahmen ihrer Zuständigkeit auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der öffentlich-rechtlichen Sender zu drängen und auch bei den Privatfunkern darauf hinzuarbeiten, verstärkt deutsche Produktionen und deutschsprachige Lieder einzusetzen.

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