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Plattenfirmen fordern Gebühren für Airplay-Nutzung in USA

Die Musikbranche in den USA hat ihre Lobbyarbeit bei den Gesetzgeber intensiviert. Die Firmen erhoffen sich eine rechtliche Grundlage, die die Radiostationen dazu verpflichtet, für die Verwendung von Musik im Airplay zu bezahlen.

Die Musikbranche in den USA hat ihre Lobbyarbeit bei den Gesetzgeber intensiviert. Die Firmen erhoffen sich laut einem Bericht der „Times“ eine rechtliche Grundlage, die die Radiostationen dazu verpflichtet, für die Verwendung von Musik im Airplay zu bezahlen. Diese Abgaben könnten den Unternehmen geschätzte jährlich Einnahmen in Höhe von 500 Mio. Dollar (404 Mio. Euro) bescheren. Der Branchenverband IFPI kritisiert die Gesetzgebung in den USA, die die Radiosender bislang von den Gebühren für die Ausstrahlung befreiten.

„Wir müssen die Politiker davon überzeugen, dass unser Anliegen gerecht ist“, betont Lauri Rechardt, Director Licensing and Litigation bei der IFPI. Abgaben für die Aufführungsrechte seien internationaler Standard, den die USA allerdings bisher nicht erfüllten. Der amerikanische Branchenverband und mehrere Künstlervertreter machen sich derzeit für die Abgaben stark. Nun sei es an den Gesetzgebern das Vorhaben so schnell wie möglich durchzusetzen.

Der amerikanische Radiomarkt ist der größte der Welt und verfügt über Dutzende von Radiobetreiber sowie Hunderte Sender, die Einkommen von mehreren Mrd. Dollar generieren. Die Abgaben könnten die Summe der weltweiten Abgaben für Verwertungsrechte verdoppeln.

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