Der italienische Branchenverband FIMI ließ in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres fast eine Mio. illegal produzierte CDs beschlagnahmen: Nach 1,15 Mio. CD im Vorjahreszeitraum waren es nun rund 967.500. Im Rahmen von 469 Untersuchungen nahmen die Behörden zudem 672 Personen fest. Nach Schätzungen der FIMI entfällt ein Marktvolumen von mehr als 50 Mio. Euro allein auf Piraterieprodukte, die von fliegenden Händlern auf Straßenmärkten verkauft werden. Dieser Bereich trägt rund 80 Prozent zum illegalen Tonträgergeschäft in Italien bei; auf die private Schwarzbrennerei entfallen weitere 13 Prozent, acht Prozent auf den stationären Handel und nur ein Prozent auf das Internet als Vertriebsweg. FIMI-Generaldirektor Enzo Mazza unterstrich außerdem die Verbindungen zwischen der Tonträgerpiraterie und der organisierten Kriminalität: Eine unbescholtene Frau, die auf einem Flohmarkt eine gefälschte CD von Eros Ramazzotti ersteht, unterstützt damit laut Mazza das Drogengeschäft und die Prostitution. Nach Untersuchungen der Wirtschaftsberater von KPMG liegt die Pirateriequote in Italien bei rund 25 Prozent, einige Regionen im Süden kämen gar auf mehr als 50 Prozent. Der Gesamtschaden der Tonträgerpiraterie beläuft sich laut KPMG auf jährlich rund 170 Mio. Euro.
Pirateriewelle in Italien hält an
Der italienische Branchenverband FIMI ließ in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres fast eine Mio. illegal produzierte CDs beschlagnahmen. Nach Schätzungen entfällt ein Marktvolumen von mehr als 50 Mio. Euro auf Piraterieprodukte.





