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Piraterie bedroht die gesamte Branche

259 Millionen mit Musik bespielte CD-Rs und 622 Millionen aus dem Internet geladene Songs im Jahr 2002 machen der deutschen Musikbranche zu schaffen. Sie stammen aus der aktuellen GfK-Brennerstudie, die Verbändechef Gerd Gebhardt am 4. April beim Antipirateriegipfel in München vorstellte.

259 Millionen mit Musik bespielte CD-Rs und 622 Millionen aus dem Internet geladene Songs im Jahr 2002: Solche Zahlen machen der deutschen Musikbranche zu schaffen. Sie stammen aus der aktuellen GfK-Brennerstudie, die Gerd Gebhardt am 4. April beim Antipirateriegipfel in München vorstellte.

„Die Schere geht immer weiter auseinander“, warnte der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände bei der Vorstellung erster Ergebnisse der brandneuen Brennerstudie im Rahmen des Antipirateriegipfels, den die Media Business Academy (MBA) und Entertainment Media am 4. April in München veranstalteten. Die Anzahl der mit Musik bebrannten CD-Rs stieg 2002 um 42 Prozent, die Zahl der Deutschen, die brennen, um 32 Prozent auf 22,5 Millionen. Rund 100 Millionen CD-Rs wurden 2002 mehr verkauft als mit Musik bespielte CDs. Für Gebhardt ist klar: „Ein Zusammenhang liegt auf der Hand: Wenn man ab morgen Brötchen kopieren könnte, wäre das auch schlecht für die Bäcker. Musik wird heute mehr gehört denn je – nur bezahlt wird dafür seltener.“

Zudem stieg 2002 die Zahl der Songs, die aus dem Internet heruntergeladen wurden, um 26 Prozent auf 622 Millionen Titel. Die Downloader legten um 31 Prozent zu und kauften in der Folge 25 Prozent weniger Platten. Die GfK-Studie zeige, so Gebhardt, wie stark die Musikwirtschaft in ihrer Existenz bedroht ist. „Das verdeutlicht, wie wichtig Kopierschutzsysteme sind. Wir brauchen endlich die Novelle des Urheberrechtsgesetzes, die das Knacken des Kopierschutzes verbietet.“

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