Recorded & Publishing

Phonoverband verklagt Händler

Der amerikanische Branchenverband RIAA zieht erneut vor Gericht. Diesmal im Visier: Fünf kleinere Supermärkte und Kioske, die auch nicht-lizenzierte Bild- und Tonträger angeboten haben sollen.

Der amerikanische Branchenverband RIAA zieht erneut vor Gericht. Diesmal im Visier: Fünf kleinere Supermärkte und Kioske im New Yorker Stadtgebiet, die offenbar auch nicht-lizenzierte Bild- und Tonträger angeboten haben sollen. Die betroffenen Händler waren zuvor nicht auf Schreiben der RIAA eingegangen. Parallel brachten die Piraterieverfolger des Verbands 20 weitere Abmahnungen an Händler in New York und Teilen Kaliforniens auf den Weg. Der Phonoverband setzt mit diesem Schritt seine Politik der Null-Toleranz fort, die sich die Musikwirtschaft im Zuge der Pirateriebekämpfung auf die Fahnen geschrieben hat.

Seit der Verband im Jahr 2002 dazu überging, auch kleinere Bootleg-Verstöße zu verfolgen – damals sollen u.a. auch einige New Yorker Straßenhändler betroffen gewesen sein, die die tief in der HipHop-Kultur verwurzelten Mixtapes verkauften – sollen sich rund 50 Ladeninhaber entweder außergerichtlich mit der RIAA geeinigt oder empfindliche Strafen gezahlt haben.

RIAA-Chefverfolger Brad Buckles beklagt in einem Pressestatment, der Handel mit gefälschten Produkten gefährde die Geschäfte des traditionellen Tonträgerhandels und schätzt die Verluste der Tonträgerbranche durch Counterfeits und Bootlegs allein in den USA auf mehr als 300 Mio. Dollar pro Jahr. Auch Jim Donio als Präsident des US-Handelsverbands NARM betont, dass die Schritte der RIAA alle legal operierenden Händler in ihrem Wettbewerb mit unrechtmäßigen Verkäufen unterstützen würden.

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