Als Vorsitzender der deutschen Phonoverbände greift nun auch Gerd Gebhardt in die Diskussion um die Kampagne „Burn Baby, Burn“ von Bündnis90/Die Grünen ein. In einem offenen Brief an die Bundesvorsitzenden der Partei, Angelika Beer und Reinhard Bütikofer, erläutert Gebhardt, das Kopieren in Deutschland habe „nichts mit der viel zitierten Sicherungskopie vom eigenen Original oder dem freien Zugang zu Informationen zu tun, sondern ist eindeutig bequemer Kaufersatz“. Die Aufforderung „Burn Baby, Burn!“ müsse vielen Kreativen und Produzenten „angesichts der Zahlen und der dramatischen Marktentwicklung der letzten Jahre, die auch Tausende von Arbeitsplätzen in der Musikwirtschaft gekostet hat, wie Hohn vorkommen“. Gebhardt betont: „In Deutschland wird nicht zu wenig Musik kopiert, sondern eindeutig zu viel.“ Die Musikwirtschaft werde sich der Diskussion um die Privatkopie stellen und habe auch Antworten auf die in den eCards der Grünen-Kampagne vorformulierten Fragen, aber „vorgefertigte Spam-eMails, die zu Tausenden versandt werden, können unseres Erachtens eine sachliche Diskussion nicht ersetzen“.
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