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Phonoverbände intensivieren School Tour

Die deutschen Phonoverbände erweitern ihr Projekt School Tour, das auf eine verbesserte musikalische Grundausbildung von Kindern und Jugendlichen abzielt. Neu im Fokus stehen die Fortbildung von Lehrern und die Erstellung von Unterrichtsmaterial.

Die deutschen Phonoverbände erweitern ihr Projekt School Tour, das auf eine verbesserte musikalische Grundausbildung von Kindern und Jugendlichen abzielt. Seit 2002 schreiben und interpretieren Schüler im Rahmen der Aktion eigene Songs unter profesioneller Anleitung. Jetzt wollen die Phonoverbände ihr Augenmerk auf die Fortbildung von Lehrern und die Erstellung von Unterrichtsmaterial richten, um die School Tour häufiger und an mehr Schulen ausrichten zu können.

Verbände-Chef Michael Haentjes begründete die Notwendigkeit des Projekts gegenüber dem ddp damit, dass eine musikalische Grundausbildung „vor allem an Grund- und Hauptschulen kaum noch stattfindet“. Es gehe bei der Kampagne zudem darum, den Kindern und Jugendlichen zu vermittlen, „dass Kreativität eine hart erarbeitete Leistung ist“. Zwar sei dadurch laut Haentjes keine schnelle Abhilfe für das Problem der Musikpiraterie zu erwarten, er hofft aber auf positive Effekte für die kommende Generation.

Haentjes definiert das Projekt zudem als „wesentliche gesellschaftspolitische Aufgabe“. Die bisherigen School Tours hätten die Wirksamkeit von Musik als Mittel gegen Aggressionen gezeigt. Deshalb haben die Bundesverbände, so Haentjes, auch der wegen Gewalteskalationen zu trauriger Bekanntheit gelangten Rütli-Schule in Berlin-Neukölln die Veranstaltung einer School Tour angeboten.