Die Spekulationen um eine mögliche Übernahme der EMI Group durch Privatinvestoren verdichten sich. Neuesten Erkenntnissen zufolge soll es sich beim Kaufinteressenten um Permira handeln. Reuters stützt sich bei einer entsprechenden Meldung auf informierte Kreise, eine Bestätigung von Permira oder EMI gibt es dazu bislang nicht.
Die „Financial Times“ hatte am 28. November die Investmentbanken Kohlberg Kravis Roberts und Goldman Sachs als wahrscheinliche EMI-Aufkäufer ins Spiel gebracht. 2,5 Milliarden Pfund (3,7 Milliarden Euro) sollen dabei angeblich auf dem Tisch liegen, um den britischen Major von der Börse weg zu kaufen und in Privatbesitz zu überführen.
Unklar ist, ob die Unternehmensspitze um Chairman Eric Nicoli bei einer Übernahme weiter am Ruder bleiben wird. Doch die Spekulationen in der Branche deuten derzeit darauf hin, dass bei einem Zustandekommen dieses Deals ein Private-Equity-Käufer die Musikfirma vermutlich aufspalten würde. Es sei nur schwer vorstellbar, wie ein Investor anders zu den gewünschten Sanierungsgewinnen kommen will, heißt es.
Anders als bei der oft geplanten und bislang immer gescheiterten Fusion mit Warner Music könnten bei einem Buy-out keine Einspargewinne durch den Abbau redundanter Strukturen erzielt werden. Daher mutmaßen Beobachter, dass ein EMI-Käufer sich von der Tonträgerspalte trennen und sich auf das stabilere Verlagsgeschäft konzentrieren werde. Derartige Pläne dürften dann auch wieder die Warner Music Group auf den Plan rufen, die vorsichtshalber jeden Kommentar zur jüngsten Entwicklung verweigerte.
Den EMI-Aktien verhalfen die Buy-out-Gerüchte jedenfalls zu einem Kurssprung: Bei Handelsschluss notierte das Papier mit 289,5 Pence rund 10,4 Prozent im Plus. Damit wäre das Unternehmen 2,3 Milliarden Pfund wert.





