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Pearlman zum 53. Geburtstag hinter Gittern

Der Musikmanager und Boyband-Macher Lou Pearlman soll innerhalb der nächsten zehn Tage aufs US-amerikanische Festland überführt werden. Einen Antrag auf Haftverschonung aus medizinischen Gründen lehnte eine Untersuchungsrichterin in Guam ab.

Der Musikmanager und Boyband-Macher Lou Pearlman, der am vergangenen Wochenende in einer Ferienanlage auf Bali festgenommen wurde, soll innerhalb der nächsten zehn Tage aufs US-amerikanische Festland überführt werden. Ihm wird mafiöser Betrug in dreistelliger Millionenhöhe vorgeworfen.

Sein Firmenkonglomerat Trans Continental hat nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens 1800 gutgläubige Investoren um 317 Mio. Dollar geprellt. Zudem bestehen offene Bankforderungen von 150 Mio. Dollar oder mehr. Einen Antrag auf Haftverschonung aus medizinischen Gründen lehnte eine Untersuchungsrichterin im südostasiatischen US-Territorium Guam am 18. Juni ab. Pearlman, der am 19. Juni seinen 53. Geburtstag feiert, hatte erklärt, er leide unter diversen Gebrechen wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Klaustrophobie in Verbindung mit Herz-Kreislaufproblemen und Rückenbeschwerden.

Vor der Richterin Frances Tydingco-Gatewood sagte der Manager von Bands wie US5, Backstreet Boys oder ‚N Sync, er sei sich der Vorwürfe, die ihm die Staatsanwalt in Florida macht, ebenso wenig bewusst wie der Gründe des Haftbefehls gegen ihn. Unterdessen wurde bekannt, dass die indonesische Polizei bei der Verhaftung Pearlmans rund 40 Mio. Rupien (3300 Euro) und etwa 20.000 Dollar in bar sicher gestellt hatte. Zudem fand man in seinem Gepäck mehrere Passfotos.

Wann mit Pearlmans Ankunft in Florida zu rechnen ist und wann der erste Betrugsprozess gegen den Boyband-Mogul beginnen kann, ist derzeit noch unklar.

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