In den jahrelangen Streit um eine Urheber-Pauschale für PCs ist Bewegung geraten: Die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) legte fest, dass die Hersteller künftig pro verkauftem PC zwölf Euro an die Verwertungsgesellschaften wie VG Wort, VG Bild-Kunst oder GEMA gezahlt werden müssen. Die Urheberpauschale soll Nutzungsrechte abgelten, die beispielsweise entstehen, wenn auf Rechnern Bilder, Texte oder Musik kopiert werden. Die Hardware-Industrie hatte bis zuletzt versucht, eine Abgabe zu verhindern, und wollte statt dessen Digital Rights Management-Systeme verpflichtend einführen. Dennoch ist trotz des Urteils der Schiedsstelle zu erwarten, dass der Streit weitergeht, denn gegen den Vorschlag der Schiedsstelle können die beteiligten Parteien innerhalb von einem Monat Widerspruch einlegen. Erste Wortmeldungen der Beteiligten zeigen bereits, wie unterschiedlich die Positionen sind: „Fest steht, dass wir diesen Schiedsspruch nicht akzeptieren werden“, kommentierte Bernhard Rohleder, Geschäftsführer des Herstellerverbands BITKOM: „Die Unternehmen kämpfen ums Überleben, die Margen sind aufgebraucht“. Rohleder fürchtet durch den Schiedsspruch auch finanzielle Nachteile: Er schätzt die Mehrkosten für Verbraucher auf 70 Millionen Euro pro Jahr.
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