In Asien haben Plattenfirmen nicht nur mit Piraterie zu kämpfen. Parallelimporte aus China sorgen seit Monaten für massive Umsatzeinbußen in Singapur. Im Durchschnitt gingen die Verkäufe durch die Discount-CDs aus dem Reich der Mitte um mindestens 20 Prozent zurück. Bestimmte Top-Veröffentlichungen verkaufen sogar zum Teil nur noch die Hälfte dessen, was die Labels aufgrund früherer Erfolge erwartet hatten. Doch die Branche in Singapur steht dem Phänomen ratlos gegenüber. Rechtlich können sie gegen die chinesischen Importe nichts ausrichten, die Einfuhr ist legal. Auch wenn auf den meist nur halb so teuer angebotenen China-CDs ausdrücklich „for sale in China only“ steht, dürfen örtliche Händler die Produkte anbieten. Der Branchenverband RIAS hofft nun auf ein Einlenken der Regierung, die sich bislang gegen eine Gesetzesänderung gesträubt hat. Was die Parallelimporte zusätzlich ärgerlich für die Labels macht, ist die Tatsache, dass sich unter den vermeintlich legalen chinesischen Pressungen immer öfter Raubkopien finden. Und Kunden könnten nur selten erkennen, was sie da kaufen.
Parallelimporte gefährden CD-Umsätze in Singapur
In Asien haben Plattenfirmen nicht nur mit Piraterie zu kämpfen. Parallelimporte aus China sorgen seit Monaten für massive Umsatzeinbußen in Singapur.





