Zwei aktuelle Statistiken rücken die Rolle von Parallelimporten für den britischen Tonträgermarkt in den Fokus: Während die BPI als Branchenverband der Plattenfirmen im ersten Quartal ein Minus von 13,2 Prozent bei den Shipments verzeichnete, melden die Charts-Ermittler ein Plus bei den tatsächlichen Verkäufen: In den ersten drei Monaten sei die Zahl der an den Scanner-Kassen erfassten Verkäufe in Großbritannien um sieben Prozent gestiegen, erklärte die Official UK Charts Company kürzlich. Die BPI führt diese Entwicklung unter anderem auf Importe vom europäischen Festland zurück, außerdem seien die Zahlen der Charts-Ermittler nicht um Retouren bereinigt. John Reid, Managing Director WEA London, bezeichnet die Entwicklung dennoch als „schlechte Nachricht“, allerdings gebe es schlimmeres. Das Shipment-Problem tauche im ersten Quartal immer wieder auf, diesmal sei es wohl so, dass manche Importeure dem britischen Handel sehr großzügige Rabatte eingeräumt hätten. Parallelimporte hatten in UK schon früher zu Differenzen zwischen den Herstellern und dem Handel geführt.
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