Recorded & Publishing

P2P-Vorstoß Musicloads findet Rückhalt in der Branche

Die Präsentation möglicher P2P-Geschäftsszenarien der Musicload-Macher aus dem Hause T-Online im Rahmen der CeBIT stößt in der Entertainmentbranche offenbar auf offene Ohren. Neben Musik geraten dabei auch Filme und Games ins Visier.

Die Präsentation möglicher P2P-Geschäftsszenarien der Musicload-Macher aus dem Hause T-Online im Rahmen der CeBIT zieht weiter Kreise: Zwar betonte eine Konzernsprecherin erneut, dass noch keine Entscheidung über die mögliche Markteinführung eines entsprechenden Angebots gefallen sei, bestätigte aber das generelle Interesse: „Derzeit prüfen wir ein solches Geschäftsmodell“, sagte sie der „Financial Times Deutschland“. In der Entertainmentbranche stößt das Unternehmen damit offenbar auf offene Ohren: „Solange ein vernünftiges Rechtemanagement eingesetzt wird, sind unsere Ansprüche erfüllt“, sagte Thorsten Rothmann, New-Media-Manager im Sony-BMG-Team, der „FTD“. „Der Grundgedanke ist, dass man sich die Community-Idee zu Nutze macht.“

Obwohl die derzeit diskutierten Bonus- oder Rabattmodelle für Erstkäufer, die wiederum andere Nutzer zu zusätzlichen Einkäufen bewegen, laut Jupiter-Analyst Mark Mulligan „nicht mehr viel mit den ursprünglichen P2P-Netzen zu tun“ hätten, hält es für die Unterhaltungsindustrie durch die Verlagerung von Bandbreite und Downloadkapazitäten zusätzliche Kostenvorteile parat. So geraten neben Musik auch Filme und Games ins Visier: „Besonders attraktiv ist es für Produkte, die sehr viel Bandbreite benötigen wie Filme“, bestätigt Rothmann. Gleiches gilt wohl auch für Angebote der Gamesbranche. Marktforscher Mulligan sieht die Erfolgsaussichten solcher Modelle dennoch skeptisch: „Der wichtigste Wachstumstreiber der P2P-Netze ist, dass sie umsonst sind“, betonte er.

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