Recorded & Publishing

P2P-Versicherung will Nutzer schützen

Um P2P-Nutzer vor den Schadenersatzforderung der Plattenindustrie zu schützen, will der Gnutella-Entwickler Serguei Osokine eine Art Versicherung für Tauschbörsennutzer starten.

Um P2P-Nutzer vor den Schadenersatzforderung der Plattenindustrie zu schützen, will der Gnutella-Entwickler Serguei Osokine eine Art Versicherung für Tauschbörsennutzer starten. Jeder Nutzer, der mindestens fünf Dollar pro Monat in den sogenannten P2P-Fund einzahlt, erhält im Streitfall finanzielle Unterstützung vor Gericht; wer entsprechend mehr zahlt, soll auch höhere Prämien kassieren. Neben dem Rechtsschutz soll der Fund auch Musikern und Urhebern zu Gute kommen: Osokine erklärte, er wolle idealerweise das komplette Geld, das in den Fund eingezahlt wird, an die Musiker weiterleiten, deren Songs über die P2P-Netzwerke getauscht werden. Zunächst sei man aber seinen Nutzern verpflichtet, die sich „darauf verlassen, dass der P2P-Fund ihre Gerichtskosten bezahlt“. Um den Betrieb aufnehmen zu können, brauche der Fund jedoch eine kritische Masse an Teilnehmern. Im ersten Geschäftsjahr peilt Osokine einen Umsatz von „mindestens einer Million Dollar“ an. Langfristig soll aus dem P2P-Fund eine Art Online-Verwertungsgesellschaft werden. Dann nämlich, wenn die Industrie ihren Kampf gegen die Tauschbörsen endlich aufgibt und sich stattdessen mit ihnen verbündet, könnten die Fund-Beitrage komplett an die Urheber gehen: „Je früher das passiert, desto mehr Geld kommt den Musikern zu Gute – und desto weniger den Anwälten beider Seiten des Konflikts“, orakelt Osokine.

Mehr zum Thema