Die Nutzerzahlen in den diversen P2P-Netzwerken steigt trotz aller juristischen Gefechte kontinuierlich weiter. Innerhalb eines Jahres wuchs die Zahl der Filesharer um 19 Prozent. Nach den jüngsten Erkenntnissen der Marktforscher von BigChampagne waren zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Juni rund 8,3 Mio. Nutzer in den unterschiedlichen P2P-Netzen aktiv. Vor einem Jahr waren es erst 6,8 Mio. Zudem stieg die Zahl der verfügbaren Titel im Netz von 820 Mio. im Juni 2003 auf nun über eine Milliarde. Branchenverbände wie die amerikanische RIAA führen diesen Anstieg an Daten auf das zunehmende Spoofing der Industrie zurück, einem Verfahren, bei dem fehlerhafte oder virenverseuchte Files bewusst in die Netzwerke eingeschleust werden, um die Leistungsfähigkeit der P2P-Suchmaschinen zu beeinträchtigen, die Download-Geschwindigkeiten zu bremsen und die Nutzer zu legalen Bezahldiensten zu treiben. BigChampagne-Chef Eric Garland sieht in der gestiegenen Nutzerzahl eher ein Indiz dafür, dass die Klagen gegen P2P-Nutzer ihren abschreckenden Effekt völlig verfehlen. „Es ist eine Tatsache, dass die Peer-to-Peer-Nutzung heute viel weiter verbreitet ist als noch vor einem Jahr.“ Dabei kristallisiert sich der nach wie vor sehr populäre Dienst KaZaA immer mehr als Verlierer heraus. Wegen der zunehmenden Gefahr durch Viren, Spyware und Adware wechseln P2P-Fans nach und nach in andere Netzwerke. iMesh, eDonkey oder BitTorrent verbuchten zuletzt deutliche Zuwächse. Dort scheint den Nutzern auch die Gefahr, von der RIAA oder IFPI entdeckt zu werden, geringer. Laut BigChampagne sank die durchschnittliche KaZaA-Nutzerzahl von 5,6 Mio. im Oktober 2003 auf nun 3,8 Mio.
P2P-Nutzung wächst trotz Klagen
Die Nutzerzahlen in den diversen P2P-Netzwerken steigt trotz aller juristischen Gefechte kontinuierlich weiter. Innerhalb eines Jahres wuchs die Zahl der Filesharer um 19 Prozent.





