Recorded & Publishing

P2P-Nutzung verdoppelt sich

Nach den US-Marktforschern von BigChampagne bestätigt nun auch die britische Firma CacheLogic, dass sich das Datenvolumen, das in P2P-Netzwerken bewegt wird, vervielfacht hat.

Die digitalen Hiobsbotschaften für die Musikindustrie häufen sich: Nach den US-Marktforschern von BigChampagne bestätigt nun auch die britische Firma CacheLogic, dass sich das Datenvolumen, das in P2P-Netzwerken bewegt wird, vervielfacht hat. Der juristische Kampf gegen die Filesharer verfehlt demnach bislang offenbar die erwünschte Wirkung. Aufgrund der wachsenden Anzahl an privaten Breitbandanschlüssen habe sich die Zahl der Downloads allein im letzten Jahr verdoppelt. Laut CacheLogic bewegen durchschnittlich rund acht Mio. P2P-Nutzer, die zu jeder Zeit in den Netzwerken aktiv sind, täglich Daten im Umfang von drei Mrd. Songs oder fünf Mio. Filmen. Das entspricht einer Datenmenge von zehn Petabytes oder zehn Mio. Gigabytes – und bereitet auch den größeren Internet-Service-Providern zunehmend Kopfschmerzen: Die steigende Menge an Daten verursacht jährlich rund zehn Mio. Dollar an zusätzlichen Kosten für Aufbau von Bandbreite und Wartung. „Damit erweist sich eines der größten Märchen der Musikbranche als unwahr“, folgert CacheLogic-Gründer Andrew Parker. „Nämlich, dass sie den Krieg gegen die Filesharer gewinnen.“ Allenfalls sei eine Wanderung der User in andere Netzwerke festzustellen: Während KaZaA zuletzt noch als Platzhirsch galt, wachsen BitTorrent und eDonkey zu den nächsten großen Systemen heran. Auch habe sich der typische Download verändert: Früher waren es Songfiles, inzwischen hat der durchschnittliche Download eine Größe von 100 Megabyte. „Im Moment dreht sich alles ums Video“, so Parker.

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