Angesichts neuer Urheberrechtssorgen in Form von Social-Networking und anderen Web-2.0-Anwendungen ist eines der Hauptprobleme der Musikbranche zuletzt in den Hintergrund gerückt. Illegales Downloaden per P2P bleibt ein Massenphänomen, auch wenn es in der öffentlichen Wahrnehmung an Relevanz verloren hat.
Weiterhin werden Schätzungen von BigChampagne zufolge monatlich mindestens eine Milliarde Songs weltweit über P2P-Systeme verbreitet. In den USA sind die Filesharingaktivitäten im letzten Jahr trotz aller juristischen Maßnahmen gegen überführte Downloader noch weiter gestiegen. Laut den Marktforschern der NPD Group wuchs die Zahl der Haushalte, in denen P2P-Programme genutzt werden, um sieben Prozent. Die Zahl der auf diesem Weg illegal erworbenen Songs nahm sogar um 24 Prozent zu.
„P2P bleibt ein inakzeptables Problem“, bekannte Mitch Bainwol nun. Der Chef des US-Tonträgerverbands RIAA hatte vor Monaten noch erklärt, die Branche gewinne den Kampf gegen die Onlinepiraterie.





