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P2P-Netzwerke wollen Künstler beteiligen

Auf einer Konferenz in Brisbane bestätigte AltNet-CEO Kevin Bermeister, dass P2P-Anbieter an Modellen arbeiten, die Künstler künftig an den Erlösen aus P2P-Netzwerken beteiligen sollen.

Auf der Q Music’s Big Sound Konferenz bestätigte Kevin Bermeister, Chief Executive von AltNet, dem legalen Teil des P2P-Netzwerks Kazaa, dass P2P-Anbieter an Modellen arbeiten, die Künstler künftig an den Erlösen aus P2P-Netzwerken beteiligen sollen. Dazu müssten allerdings erst die Rechtsstreitigkeiten beigelegt sein. „Ich weiß, dass bereits versucht wird, eine Möglichkeit der Gewinnbeteiligung für Künstler zu finden“, sagte Bermeister. So würden Fonds aufgebaut und mögliche Verteilmethoden überprüft. An der von Q Music, einem Verbund der Musikbranche in Queensland, einmal jährlich organisierten Konferenz nahmen kürzlich neben Bermeister auch dessen Gegenspieler Michael Speck vom australischen Musikbranchenverband ARIA teil. Für Speck, der in Australien maßgeblich am juristischen Vorgehen gegen Musikpiraten beteiligt ist, müssten vor allem die Internet-Service-Provider (ISPs) ihr Scherflein beitragen, schließlich seien sie diejenigen, die vom Traffic im P2P-Bereich profitierten. Bermeister sieht den Profit hingegen auf mehrere Schultern verteilt: „Ich denke, man kann nicht auf die ISPs allein zielen. Schließich ist das Internet ein neues Medium und ein neuer Markt. Es gibt auch noch CD-Produzenten, Computerhersteller oder Hersteller von MP3-Playern, die auch alle von diesem Markt profitieren.“ Und er ergänzte: „Es muss anerkannt werden, dass die Kunst die Nachfrage erzeugt. So kann man sich in Richtung eines Modells bewegen, das Künstler viel stärker als durch bisherige Plattenverträge an den Erlösen beteiligt.“

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