Für viele in der Musikbranche gilt P2P als die Wurzel allen Übels. Dennoch setzen immer öfter unabhängige Künstler auf die Filesharing-Netzwerke, um für ihre Werke Promotion zu machen. Jüngstes Beispiel: Steve Winwood. Der nicht mehr ganz so populäre Pop-Rocker hat sich mit der TV-Sendung „Access Hollywood“ (NBC Universal) zusammengetan, um seine neue Platte, „About Time“, zu bewerben. Dazu speisen Winwood und die Marketingfirma Jun Group Sound- und Videofiles des Künstler ins Netzwerk von Grokster ein. Die Files sind mit fünfsekündigen Werbespots versehen, die den Nutzer zum Kauf des gesamten Albums und zum Besuch der „Access Hollywood“-Website aufrufen. Noch einen Schritt weiter gehen die Veranstalter der Indie-Rock-Tournee Vans Warped Tour: Fans von Bands wie Bad Religion oder Sugarcult können sich über den legalen KaZaA-Ableger Altnet und voraussichtlich auch noch über andere P2P-Netze Live-Footage von der aktuellen Vans-Tour herunterladen – zumeist gegen Bezahlung. Eine Vertriebsform, die speziell unter Indie-Firmen an Popularität gewinnt. Laut Altnet-President Lee Jaffe hätten inzwischen über 70 unabhängige Labels Verträge mit Altnet über den Vertrieb urheberrechtlich geschützten Materials geschlossen. Unter anderem lobt Dan Gill, Geschäftsführer von Vagrant Records, dieses Konzept. Es habe seinen Bands geholfen, die Fan-Gemeinde zu verdoppeln.
P2P-Netze auf dem Weg zum Promo-Tool
Für viele in der Musikbranche gilt P2P als die Wurzel allen Übels. Dennoch setzen immer öfter unabhängige Künstler auf die Filesharing-Netzwerke, um für ihre Werke Promotion zu machen.






