Die Musikindustrie hat eine schwarze Liste mit Filesharing-Diensten erstellt, die als Firma non grata gelten und so für die Zusammenarbeit tabu sein sollen, berichten Vertreter aus Musik- und Technologiebranche. Die Plattenfirmen setzen nun ihre Geschäftspartner unter Druck, diese Liste zu akzeptieren und mit den betreffenden Firmen keine Geschäfte zu machen. Dieses Vorgehen hat bei den betroffenen Tauschbörsen durch die Verhinderung lukrativer Deals bereits zu massiven finanziellen Einbußen geführt. Ex-Grokster-Chef Wayne Rosso sprach in diesem Zusammenhang von „Gangstermethoden“. So hatte der britische Download-Service Whippit seine Pläne, mit Grokster zusammen zu arbeiten, kurzfristig aufgegeben, nachdem Universal Music hatte verlauten lassen, dann die Kooperation mit Whippit aufzukündigen. Die Plattenfirmen argumentieren, sie würden sich lediglich weigern, mit Firmen zusammen zu arbeiten, die sie als illegal ansähen: „Wir haben das Recht und den notwendigen Verstand, keine Geschäfte mit Firmen zu machen, die davon profitieren oder es irgendwie unterstützen, dass die Musik unserer Künstler gestohlen wird“, sagte Larry Kenswil, Pesident eLabs Universal Music. Bereits im letzten Jahr hatte RealNetworks davon Abstand genommen, seine Software zum Abspielen von Musik mit Morpheus zu bündeln, ein Deal, der Morpheus-Nutzer womöglich in den legalen Schoß von RealNetworks Rhapsody-Dienst getrieben hätte. Zwei weitere Downloadservices sollen sich auf Druck der Plattenfirmen geweigert haben, mit Morpheus zu kooperieren, berichtete der „Hollywood Reporter“. Kartellwächter diskutieren nun das Vorgehen der Musikindustrie in Hinblick auf Einhaltung der Wettbewerbsregeln. So sei es womöglich rechtswidrig, dass die Plattenfirmen in ihrem Boykott als Gruppe vorgingen.
P2P-Börsen auf der schwarzen Liste
Die Musikindustrie hat eine schwarze Liste mit Filesharing-Diensten erstellt, die als Firma non grata gelten und so für die Zusammenarbeit tabu sein sollen, berichten Vertreter aus Musik- und Technologiebranche.





