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P2P bleibt trotz vermehrter Klagen beliebt

Die Klagewelle der RIAA ebbt nicht ab, der Filmverband MPAA folgt dem Beispiel der Musikbranche und dennoch: Das Nutzeraufkommen in P2P-Netzwerken steigt weiter.

Die Klagewelle der RIAA ebbt nicht ab, der Filmverband MPAA folgt dem Beispiel der Musikbranche und dennoch: Das Nutzeraufkommen in P2P-Netzwerken steigt weiter. Laut den kanadischen Internetexperten von ITIC (IT Innovations & Concepts), die im Auftrag der Inhalteindustrie die Nutzung der P2P-Netze überwachen, stieg die Zahl der P2P-Nutzer im Oktober um weitere 3,37 Prozent. Wie schon zuvor die Kollegen der kalifornischen Netzmarktforscher von BayTSP festgestellt hatten, bestätigt nun auch ITIC, dass KaZaA deutlich an Boden verliert und eDonkey inzwischen die klare Nummer eins in den P2P-Anwendungen ist. KaZaA verlor allein im Oktober 13 Prozent seiner Gefolgschaft.

Von den P2P-Nutzern, die ITIC im September als aktive Filesharer ausmachte, entschlossen sich im Oktober 4,6 Prozent zum Wechsel des Clients. So kommen auch anonyme und verschlüsselte Systeme wie FreeNet, Mute oder Ants zu wachsenden Zugriffszahlen. Die Marktforscher von BigChampagne wiederum haben errechnet, dass allein in den USA die Zahl der Nutzer, die zu jedem beliebigen Zeitpunkt in den P2P-Netzen aktiv sind, im Oktober 5,7 Mio. betrug. Für BigChampagne-Chef Eric Garland steht angesichts der wieder wachsenden Zahlen fest, dass das Sommerloch im Internet vorbei ist. Mit der Rückkehr der amerikanischen Studenten an den Campus floriert auch der illegale „Handel“ wieder.

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