Nachdem Ringback-Tones nun auch in Schweden angeboten werden, diskutiert die Branche darüber, ob die Freizeichenmelodien das gleiche Wachstumspotenzial versprechen wie Klingeltöne. Die Erfahrungen in Asien lassen dies vermuten: Die südkoreanische SK Telecom ging bereits 2002 erfolgreich mit Ringback-Tones auf den Markt. Bis Juni 2004 nutzten acht von 30 Mio. Kunden den Service und spülten monatlich neun Mio. Dollar, umgerechnet rund 7,3 Mio. Euro, in SKs Kassen. Auf den Philippinen hat Mobilfunkbertreiber Globe Telecom nach Unternehmensangaben allein in der ersten Woche nach dem Start des Dienstes im April 2004 100.000 Kunden für die Ringback-Tones gewinnen können. In Europa war T-Mobile im Dezember 2003 der erste Anbieter der so genannten Caller Tunes. Unternehmensangaben zufolge hatten bis Ende Juni 2004 in Großbritannien, Deutschland und Tschechien 500.000 Kunden den Dienst in Anspruch genommen. Für Michele Mackenzie, Senior Analyst bei Ovum Research, zeigt dies „eine gesunde Annahme des Services“. Ringback-Tones seien für Netzbetreiber eine wertvolle Ergänzung im Portfolio der Personalisierungsangebote. Mackenzie bescheinigt den Freizeichenmelodien gute Wachstumschancen. Sie geht davon aus, dass Ringback-Tones auch in Europa langfristig die Kassen klingeln lassen werden. Zwar „bleiben die Umsätze der Mobilfunkbetreiber dieses Jahr noch gering – um die 13 Mio. Euro in Westeuropa – aber Ringback-Tones werden bis 2008 auf ein respektables Volumen von 583 Mio. Euro anwachsen“, so Mackenzie. Sie sieht in den Freizeichenmelodien vor allem für die Netzbetreiber den großen Vorteil, dass nur sie diesen Service anbieten können und so keine Konkurrenz von außen befürchten müssen.
Ovum prognostiziert Erfolgsstory für Ringback-Tones
Nachdem Ringback-Tones nun auch in Schweden angeboten werden, diskutiert die Branche über das mögliche Umsatzvolumen der Freizeichenmelodien. Marktbeoachter Ovum prognostiziert ein Wachstum von 13 Mio. Euro in 2004 auf rund 583 Mio. Euro bis 2008.





