Eine große Anzahl Orchester hat sich in den USA mit den Orchestermusikern über die Handhabung von Liveaufnahmen geeinigt. Das neue Geschäftsmodell sieht vor, dass Orchestermusiker anstelle eines hohen Vorschusses bei CD-Produktionen künftig anteilig an den Umsätzen beteiligt werden. Gleichzeitig erhalten die Orchester die Veröffentlichungsrechte an den Aufnahmen und können diese selbstständig vermarkten.
Da die bisher hohen Vorabkosten für die Produktion der Aufnahmen entfallen, soll es künftig einfacher werden, Konzertmitschnitte zu veröffentlichen. Das Abkommen, das ausschließlich für Liveaufnahmen gilt, beinhaltet ein Veto-Recht der Musiker und schließt auch digitale Downloadangebote mit ein. Das neue Modell soll den Musikern den Bezug von regelmäßigen Einnahmen ermöglichen.
84 amerikanische Orchester haben die Vereinbarung unterzeichnet, darunter die großen Orchester aus New York, Los Angeles, Philadelphia und Pittsburgh. Auch einige Opernhäuser haben sich angeschlossen. Die Vorschüsse durch eine Ertragsbeteiligung zu ersetzen, sei ein Durchbruch, sagte Zarin Mehta, President der New Yorker Philharmonic, in der „New York Times“.





