EMI Music wird die Klagen nicht los. Gegen die Betrugsvorwürfe der Beatles und deren Erben muss sich der britische Major schon in Großbritannien und in den USA vor Gericht wehren, nun kamen weitere Anschuldigungen John Lennon betreffend hinzu. Dessen Witwe Yoko Ono bezichtigt die Firma nämlich, auch bei den Solowerken ihres ermordeten Mannes Tantiemen unterschlagen zu haben.
Ono hat daher in New York ein Klage gegen die EMI Group und Capitol Records eingereicht. Die Plattenfirmen hätten „vorsätzlich und bewusst“ sechs Verträge gebrochen und zu wenig Tantiemen ausgewiesen. EMI und Capitol hätten „absichtlich und systematisch grob fehlerhafte Rechenschaftsberichte abgegeben“, behaupten Ono und ihr Anwalt John LiCalsi in ihrer Eingabe vor Gericht. Auf dem Rechtsweg will sich Ono mindestens zehn Millionen Dollar zuzüglich Zinsen von der Plattenfirma ihres verstorbenen Mannes erstreiten.
Bei EMI hieß es zu den Vorwürfen nur, dass Künstler immer wieder mal Einsicht in die Tantiemenbuchhaltung verlangen und dabei vermeintliche Unregelmäßigkeiten feststellen. Angesichts der „komplizierten Struktur von Plattenverträgen“ seien divergierende Ansichten normal. Diese Fälle ließen sich jedoch in 99 Prozent der Fälle einvernehmlich regeln.






