Recorded & Publishing

Omdia prophezeit dem weltweiten Musikmarkt weiteres Wachstum

Das globale Geschäft mit Recorded Music soll im Laufe der nächsten fünf Jahre weltweit die Umsatzmarke von 56 Milliarden Dollar durchbrechen. Das zeigt eine aktuelle Prognose der britischen Beratungsfirma Omdia. China soll derweil auf Platz zwei der weltweit größten Musikmärkte vorrücken.

Nach den jüngsten Hochrechnungen von Omdia soll der weltweite Umsatz mit Musikaufnahmen im laufenden Jahr auf 48,3 Milliarden Dollar wachsen, formatübergreifend und nach Konsumentenpreisen. 2026 würde damit für die Branche das zwölfte Jahr in Folge mit Umsatzwachstum bringen. 2027, so prognostizieren die britischen Marktforscher, werde die Marke von 50 Milliarden Dollar überschritten und bis 2030 sollen die Einnahmen der Recorded-Branche auf 56,8 Milliarden Dollar steigen. 

In diese Summe rechnet Omdia die Ausgaben von Konsument:innen für alle digitalen und physischen Musikformate ebenso mit ein wie die Einnahmen der Musikunternehmen aus der Vermarktung von Musik über werbefinanzierte Angebote sowie aus Aufführungsrechten oder Synch-Platzierungen.

Allerdings rechnet man auch bei Omdia mit einer sich langsam abflachenden Kurve, taxiert die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis 2030 aber immer noch auf 5,4 Prozent. Zur Erinnerung: Bei der 2024 veröffentlichten Prognose zum Musikmarkt lag dieser Wert laut Omdia noch bei mehr als sieben Prozent.

Als Treiber der Entwicklung im Musikmarkt sieht man bei Omdia weiterhin Abonnements: Der Umsatz in diesem Bereich soll laut den Branchenbeobachtern allein im laufenden Jahr um 7,2 Prozent auf 30,5 Milliarden Dollar steigen, bis 2030 würde die Branche in diesem Bereich Umsätze von voraussichtlich mehr als 37 Milliarden Dollar erreichen.

Der Verkauf physischer Tonträger bleibe nach dem Musikabo weiterhin die zweitwichtigste Einnahmequelle im Musikgeschäft, prognostiziert Omdia. auch wenn sich das durchschnittliche jährliche Wachstumstempo auch voraussichtlich verlangsamt und 2030 gerade einmal noch 1,9 Prozent betragen soll. Der Umsatz mit Vinyl-LPs, CDs und Co. soll dann bei 8,3 Milliarden Dollar liegen. 

Außerdem geht man bei Omdia davon aus, dass sich Chinas Aufstieg in der Rangliste der weltweit größten Musikmärkte fortsetzen wird: Demnach rückte China 2022 unter die Top 5 vor und überholte dabei Frankreich, bis 2028 soll das Land dann an Großbritannien und bis 2029 an Japan vorbeiziehen. 

„Unsere jüngsten Prognosen sollten Musikunternehmen Mut machen, denn es gibt allen Grund zum Optimismus“, meint Simon Dyson, Senior Principal Analyst bei Omdia, zur Veröffentlichung der jüngsten Zahlen. „Die weltweiten Einzelhandelsumsätze werden in den nächsten fünf Jahren neue Rekordwerte erreichen, und die Marke von 60 Milliarden Dollar dürfte bereits zu Beginn des nächsten Jahrzehnts geknackt werden.“