Recorded & Publishing

Pophouse kauft sich bei Iron Maiden ein

Das in Schweden ansässige Unternehmen Pophouse Entertainment hat sich eine umfangreiche Beteiligung an den Rechten der britischen Metal-Band Iron Maiden gesichert. Gemeinsam wollen die neuen Partner nun unter anderem ein Kinoprojekt sowie digital Auswertungsmöglichkeiten anschieben.

“Iron Maiden sind eine Band, deren bemerkenswerte Langlebigkeit ebenso wie der umfangreiche Katalog unzählige kreative Möglichkeiten eröffnen“, sagte Pophouse-CEO Jessica Koravos bei der Bekanntgabe des Deals am 14. Juli 2026. Dank der Zusammenarbeit mit Pophouse verfüge die Band nun über die Investitionsmittel, ihre kreativen Kräfte auch „in den kommenden Jahrzehnten“ weiterzuentwickeln.

Details zum Umfang oder zum finanziellen Volumen der Beteiligung gaben die Partner zunächst nicht preis, laut „Billboard“-Informationen soll die Band aber rund 50 Prozent an ihren Musikverlags- und Master-Rechten sowie an den Namens-, Bild- und Persönlichkeitsrechten veräußert haben. Die Partnerschaft sei über rund ein Jahr hinweg von Pophouse und Andy Taylor als dem Co-Manager der Band „entwickelt und strukturiert“ worden.

Bei Pophouse taxiert man die 1975 in London gegründeten Iron Maiden auf bislang mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger und mehr als 2500 Konzerte in 64 Ländern. 

Erste Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft gab es bereits am 10. und 11. Juli 2026 im Rahmen des EddFest-Auftritts in Knebworth mit einer Ausstellung unter dem Motto „Infinite Dreams Museum Experience“ zum 50-jährigen Band-Jubiläum samt immersiven Möglichkeiten und interaktiven Fan-Aktivitäten.

Nun sollen Bewegtbildaufnahmen der aktuellen Welttournee „Run For Your Lives“ in ein großes Filmprojekt fließen. Auch die Entwicklung eines digitalen Universums rund um das Maskottchen Eddie soll anstehen.

Das 2014 von Investor Conni Jonsson, der einst die Beteiligungsgesellschaft EQT aus der Taufe hob, und Abba-Mitglied Björn Ulvaeus gegründete Unternehmen Pophouse ist seit 2022 auf dem Rechtemarkt aktiv, unterstützte die „Voyage“-Show von Abba in London und erwarb Rechte von Swedish House Mafia, Avicii, Kiss oder von Cyndi Lauper; im Frühjahr 2026 kam eine Mehrheit an den Musikrechten der 2023 verstorbenen  Tina Turner hinzu.

Im Frühjahr 2025 gab Pophouse bekannt, mehr als eine Milliarde Euro an Geldern für Investitionen in Musikrechte zusammengetragen und damit den sogenannten Pophouse Fund I geschlossen zu haben. Frank Briegmann, Chairman & CEO Central Europe Universal Music & Deutsche Grammophon, sitzt bei Pophouse mit im Aufsichtsgremium.