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OMD: Reflexionen über den Luxus der westlichen Welt

Bereits mit „English Electric“ (2013) knüpften Orchestral Manoeuvres In The Dark an frühere kreative Höchstleistungen an. Auf „The Punishment Of Luxury“ überzeugt die Band erneut mit zwölf makellosen Elektropoptracks.

Bereits mit „English Electric“ (2013) knüpften Orchestral Manoeuvres In The Dark an frühere kreative Höchstleistungen an. Auf „The Punishment Of Luxury“ überzeugt die Band erneut mit zwölf makellosen Elektropoptracks.

Die 1978 in Liverpool gegründete Band zählt zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Elektronikpop-Bands weltweit. Dabei gelang Orchestral Manoeuvres In The Dark (OMD) von Anfang an der gar nicht einfach zu meisternde Spagat zwischen künstlerischer Innovation und kommerziellem Erfolg.

Ihr Einfluss auf die Musikszene ist bis heute allgegenwärtig. Bands wie The XX, Future Islands, CHVRCHES und The Killers oder James Murphy von LCD Soundsystem berufen sich immer wieder auf OMD als wichtige Inspirationsquelle. An ihrem klassischen Sound halten die beiden Gründungmitglieder Andy McCluskey und Paul Humphreys auch auf ihrem 13. Studioalbum, „The Punishment Of Luxury“, konsequent fest. Und trotzdem klingt ihre neue Platte vom ersten bis zum letzten Song absolut zeitlos und modern. In den zwölf Songs verlassen OMD einige Male ihre Komfortzone, ohne dabei jedoch jemals ihre künstlerische Integrität aufs Spiel zu setzen.

„Wir versuchen immer, uns zu verändern“, erklärt Paul Humphreys im Interview mit MusikWoche. „Dabei verlieren wir aber nie den Kontakt zu unseren Wurzeln. Es gab in unserer Karriere durchaus Phasen, in denen wir diese Verbindung aus den Augen verloren haben. Mittlerweile haben wir das aber wieder korrigiert.“ Mit „The Punishment Of Luxury“ knüpfen OMD nahtlos an ihre frühen Klassiker wie „Architecture And Morality“ (1981) oder „Dazzle Ships“ (1983) an, mit denen sie vor gut 30 Jahren große Erfolge feierten.

„Unsere Mission war immer schon“, ergänzt Andy McCluskey, „nach neuen Wegen und Sounds Ausschau zu halten und diese mit möglichst spannenden Texten und Inhalten zu kombinieren. Es ist nicht einfach, all diese Dinge immer wieder in Einklang zu bringen. Aber es ist allemal spannender, als sich brav hinzusetzen und einfach nur einen Song zu schreiben.“ Auch diesmal zeichnen die beiden Gründungsmitgliedern für die gesamte Produktion und das Songwriting verantwortlich. „Nach all den Jahren ist es fast so, als wären wir noch einmal die Teenager von damals. Wir machen einfach, was wir wollen. Es gibt ja auch niemanden, der uns vorschreibt, was wir zu tun und zu lassen haben.“

Den vollständigen Artikel lesen Abonnenten in MusikWoche Heft 35/2017, im Livepaper oder .