Das Musikgeschäft in Österreich befindet sich nach ersten Analysen der IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft auf dem Weg zur Marktkonsolidierung, schreibt aber noch keine schwarze Zahlen. So seien die Verkäufe von CD-Alben zwar gestiegen, unter dem Strich sorgten aber Preissenkungen und Einbrüche bei den Singles für ein noch nicht näher zu bezifferndes Umsatzminus.
Im wichtigsten Marktsegment, dem Bereich CD-Album, verkaufte Österreichs Musikbranche zehn Mio. Exemplare und verbuchte damit ein Absatzplus von sieben Prozent. „Hauptverantwortlich dafür ist eine Renaissance des Künstleralbums und eine starke Performance österreichischer Produktionen“, heißt es aus Wien. „Die Umsätze konnten aufgrund von Preissenkungen mit dem Absatzplus bei den Stückzahlen nicht mithalten und waren erneut leicht rückläufig.“
Bei den Singles verbuchten die Mitglieder der IFPI Austria insgesamt ein Absatzminus von 20 Prozent, obwohl sich die Verkaufszahlen von 2-Tracks auf etwa 70.000 Stück verdreifachten. „Der Verkauf von Einzeltiteln verlagert sich zunehmend auf den dynamisch wachsenden Online- und Mobile-Markt“, berichtet das IFPI-Team um Geschäftsführer Franz Medwenitsch.
Das größte Wachstum verzeichnete Österreichs Branche entsprechend in den Bereichen Download und Mobile: „Mehr als vier Millionen online und mobil verkaufte Songs bedeuten eine Vervierfachung gegenüber 2004. Interessantes Detail: etwa zwei Drittel der digitalen Musikverkäufe in Österreich werden über Handys abgewickelt, ein Drittel über Onlineshops im Internet“, heißt es aus Wien. Dabei dominiere der Verkauf von Einzeltiteln, Abo-Angebote lägen noch bei einem Marktanteil von unter zehn Prozent des Digitalgeschäfts.
Die Verkaufshitparade des Jahres 2005 wird bei den CD-Alben von der österreichischen Produktion „Kiddy Contest Vol. 11“ angeführt, 22 österreichische Alben-Produktionen schafften den Sprung unter die Top 100 der Austria Top 40 Verkaufs-Jahrescharts. „Damit zählt 2005 zu den bislang erfolgreichsten Jahren für die heimische Musikproduktion.“ Für 2006 hatte Medwenitsch bereits vor zehn Monaten ein Umsatzplus angepeilt.






