Recorded & Publishing

O2 und SDC machen mobilen Download möglich

Wie musikwoche bereits am 28. Mai berichtete erweitert O2 sein Service-Angebot zum Thema Musik durch ein neues Siemens-Handy mit integriertem Music Shop. Mit dem SX1 Music können O2-Kunden jetzt auch unterwegs Musik herunterladen, speichern und anhören.

Wie musikwoche bereits am 28. Mai berichtete erweitert O2 sein Service-Angebot zum Thema Musik durch ein neues Siemens-Handy mit integriertem Music Shop. Mit dem SX1 Music können O2-Kunden jetzt auch unterwegs Musik herunterladen, speichern und anhören. O2 ist damit der erste Anbieter der Musik-Downloads auf Handy in voller Länge und ohne Zusatzgerät möglich macht. Das Handy ist mit der DRM-Technologie der Secure Digital Container AG (SDC) ausgestattet. Ermöglicht wird der mobile Download durch die SDC-Java-DRM-Technologie. Bisher war der mobile Download verhindert worden, weil der Open Mobile Alliance (OMA-)-Standard erst für 2005 erwartet wurde. Michael Bornhäuser, CEO von SDC, erklärt: „Unsere Technik hat wesentlich dazu beigetragen, die technischen Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Handys mit Music Download Funktion aus dem Weg zu räumen.“ Java DRM von SDC ist die derzeit einzige mobile DRM-Lösung, die von den Majors akzeptiert wird. Zum Herunterladen der Musikstücke kann der Nutzer im Hauptmenü seines Handys auf den Music Shop von O2 zugreifen und dort gezielt nach Genres und Interpreten suchen. Jeder Track kann 30 Sekunden kostenlos angehört werden, ein Download kostet in Verbindung mit dem O2 Active-Music-Pack, für das 2,59 pro Monat berechnet werden, 99 Cent bzw. 1,29 Euro inklusive aller Verbindungskosten. Ohne Music-Pack werden 1,79 bzw. 1,99 Euro pro Download berechnet. Die austauschbare 128 MB Speicherkarte des Handys fasst rund 120 Songs und kann mit handelsüblichen Speicherkarten erweitert werden. Auf dem deutschen Markt wird das Symbian-Phone von O2 jetzt für rund EUR 150.00 vertrieben, die Markteinführung in Großbritannien und Irland ist für spätestens August 2004 geplant. Branchenvertreter sind sich einig, dass der Erfolg mobiler Inhalte maßgeblich von der zur Verfügung gestellten Hardware abhängen wird. Diese muss vor allem anwenderfreundlich sein, nur dann werden breite Userschichten mobile Inhalte nutzen.

Mehr zum Thema