MusikWoche: Zum Auftakt einer langen Tournee gastieren Sie fünf Tage in München – das ist doch sicher sehr angenehm, wenn man nicht gleich jeden Tag woanders auftreten muss. Wie fühlen Sie sich nach den ersten drei Abenden? Herman van Veen: Ich fühle mich hier prima. Es ist interessant, weil wir normalerweise im Deutschen Theater spielen, wo die Wände dick sind, wo man keine Züge, keine Flugzeuge hört, keinen Wind, keinen Regen, keinen Sturm, keine Fußballfans. Aber im Zelt in München-Fröttmaning hört man alles, und das ist eine sehr interessante Erfahrung. Ich habe das Gefühl, dass ich draußen stehe, bei einem Open Air, und das gibt dem Konzert eine ganz andere Atmosphäre. Wir mussten uns also erst daran gewöhnen, aber jetzt genieße ich es sehr. Schade, dass es nur fünf Tage sind, denn ich habe dank der Reaktionen des Publikums und der Presse das Gefühl, dass wir noch länger hätten bleiben können. Wenn man so alt ist wie ich, ist es immer schön zu sehen, dass immer noch so viele Leute interessiert sind. Es werden sogar mehr und mehr.
O-Ton: Herman van Veen zum 65. Geburtstag
Am 14. März feiert der kreative Tausendsassa Herman van Veen seinen 65. Geburtstag. Doch das merkt man dem Holländer nicht an. Was für ihn Zeit bedeutet und wie er alle seine Ideen unter einen Hut bringt, das versucht er im Gespräch mit Manfred Gillig-Degrave zu erklären.






