Recorded & Publishing

O-Ton Harald Heker: „Es gibt viel zu tun, die Musikwelt ist im Umbruch“

Vor einigen Wochen ging der GEMA-Vorstandsvorsitzende Harald Heker im großen MusikWoche-Interview auf die Rolle der GEMA in der Onlinewelt ein (siehe Heft 5/2009). Aber die Verwertungsgesellschaft kämpft noch an einigen anderen Fronten, wie beim Gespräch mit Manfred Gillig-Degrave deutlich wird.

MusikWoche: Die GEMA steht von vielen Seiten her unter Druck. Jetzt hat sie auch noch die Konzertveranstalter wegen der Tariferhöhung für Liveveranstaltungen gegen sich aufgebracht. War das nötig? Harald Heker: Die Verhandlungen mit den Konzertveranstaltern laufen bereits seit längerem. Da wir keine Einigung erzielen konnten, mussten wir jetzt für die Urheber, das heißt die Komponisten und Textautoren, die den für Konzerte unverzichtbaren Inhalt liefern, im Sinne einer angemessenen Vergütung handeln. Die von der GEMA geforderten Tariferhöhungen sind moderat. Insbesondere, wenn Sie diese im internationalen Vergleich betrachten. Die Tariferhöhungen sind schrittweise bis 2014 gestaffelt, so dass die Konzertveranstalter sich im Zeitraum von sechs Jahren auf die neuen Tarife einstellen können. Wichtig ist an dieser Stelle zu betonen, dass die kleinen Clubs und Veranstalter von den Erhöhungen faktisch nicht betroffen sind, da diese nach einem Tarif abgerechnet werden, der nicht erhöht worden ist. Der Vorwurf, die GEMA würde durch die erhöhten Tarife vor allem den kleinen Clubs und Newcomern schaden, ist daher vollkommen haltlos.

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