Dass der US-Tonträgermarkt mit Problemen kämpft, wird klar, wenn ein auf Platz eins abonnierter Rapper an einer Compilation mit abgehangenen Hits scheitert. So muss sich Neueinsteiger DMX knapp der 22. Ausgabe von „NOW! That’s What I Call Music“ geschlagen geben.
Die Hitkopplung setzte zur Rückkehr auf Platz eins mit 127.000 Exemplaren zwar 16 Prozent weniger CDs ab als in der vergangenen Woche, blieb dabei allerdings um runde Tausend Stück vor „Year Of The Dog … Again“ von DMX. Dessen bisherige fünf Alben stiegen allesamt auf Platz eins in den Charts ein. Rang drei geht ebenfalls an eine Hit-Compilation. Allerdings werden die Songs auf „Kidz Bop 10“ nicht von den Originalinterpreten, sondern von Kindern nachgesungen. Madonnas „Hung Up“ und Daniel Powters „Bad Day“ im KiTa-Mix wollten in der ersten Woche nach VÖ 117.000 Amerikaner haben.
Mit etwas Abstand platziert sich nach 81.000 Verkäufen die Band Stone Sour um Slipknot-Mitglied Corey Taylor mit „Come What (Ever) May“ neu an vierter Stelle. Dahinter muss sich LeToya – Spitzenreiterin der Vorwoche – nach nur noch 65.000 verkauften Kopien ihres aktuellen Albums mit Position fünf zufriedengeben.
Von vier auf sechs fällt Tom Petty nach 57.000 Verkäufen von „Highway Companion“, gefolgt von Gnarls Barkley mit 53.000 Einheiten von „St. Elsewhere“. Neu auf Rang acht ist die Formation Five For Fighting, die von „Two Lights“ auf Anhieb 52.000 Exemplare absetzen konnte. Tausend Stück weniger qualifizieren Pharrell Williams mit „In My Mind“ nur noch für Platz neun und mit nur 44.000 verkauften CDs des seit 44 Wochen in den Charts notierten Albums „All The Right Reasons“ meldet sich Nickelback zurück in den Top Ten.
Auch am Ende der amerikanischen Sommerferien ist für den Handel noch keine Besserung der Absatzflaute in Sicht. 9,2 Mio. verkaufte Alben in der Woche bis zum 6. August sind zwar fast ein Prozent mehr als in der letzten Juliwoche, aber dafür 13 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Jahres 2005. Seit Jahresanfang haben die US-Händler inzwischen insgesamt 316,1 Mio. Longplayer verkauft und hinken damit derzeit den 2005er-Zahlen um rund sechs Prozent hinterher.






