Am 30. März 2023 verleiht die GEMA wieder den Deutschen Musikautor*innenpreis (DMAP) in Berlin. Rund acht Wochen zuvor stehen nun die 22 Kandidat:innen fest, die in zehn Kategorien ins Rennen um die Trophäe gehen.
Unter anderem mit dabei: der erst jüngst mit seiner Filmmusik für „Im Westen nichts Neues“ auch für einen Oscar nominierte Komponist Volker „Hauschka“ Bertelmann, die Autorin Karo Schrader, die bereits Songs für unter anderem Adel Tawil, Lea, Wincent Weiss, Loredana oder Clueso geschrieben hat und dabei diversen Gold-, Platin- und Nummer-eins-Produktionen beteiligt war, oder Marco „Takt32“ Tscheschlok, der bereits im Vorjahr zu DMAP-Ehren kam, da er als Texter am erfolgreichsten Werk des Jahres beteiligt war, dem Hit „Ohne Dich“ von Kasimir1441 und badmómzjay.
„Die Nominierung für den Deutschen Musikautor*innenpreis bedeutet mir sehr viel und ich bin sehr dankbar für die Honorierung“, lässt Volker Bertelmann wissen. „Die GEMA ist vom Anfang meiner Musiklaufbahn bis heute ein konstanter Begleiter gewesen und umso mehr freue ich über diese tolle Anerkennung.“
Bertelmann ist in der Kategorie „Komposition Audiovisuelle Medien/Hörspiel“ nominiert, in der sich auch die Komponisten Richard Ruzicka und Christoph Zirngibl Chancen auf einen Sieg beim DMAP ausrechnen können. Schließlich tagte die siebenköpfige Fachjury bereits, bevor die Bekanntgabe der Oscar-Kandidaten kürzlich für einen Aufmerksamkeitsschub bei Bertelsmann sorgte.
Karo Schrader, nominiert in der Kategorie „Komposition Rock/Pop“, wertet ihre Nominierung für den Deutschen Musikautorinnenpreis als „eine große Ehre, Anerkennung und Wertschätzung“ ihrer Arbeit als Songwriter, die „so oft im Hintergrund abläuft“. Darüber hinaus macht Schrader klar: „Meine Nominierung steht unter anderem stellvertretend für alle weiblichen Songwriterinnen und Komponistinnen, da sie sichtbar macht, wie wichtig die weibliche Komponente für den Kreativprozess ist. Ich hoffe, dass ich durch meine Nominierung meinen Kolleginnen Mut machen kann, für sich einzustehen und sich gegenseitig zu supporten.“
Das längste Statement aus der Reihe der Nominees steuert Francesco Wilking bei: Der unter anderem als Sänger und Gitarrist der Bands Tele und Die Höchste Eisenbahn oder auch bei der Crucchi Gang aktive Musiker unterstreicht, dass ihm seine Nennung in der Kategorie „Komposition Rock/Pop“ sehr viel bedeute, um dann zu einem Rundumschlag auszuholen: „Die GEMA ist zwar immer noch, was Struktur und Verteilungsschlüssel angeht, ein Buch mit sieben Siegeln für mich und sicher eine der Institutionen, wo noch Faxe verschickt werden“, formuliert Wilking. „Aber als Musiker, der in all den Jahren, die ich das schon mache, immer wieder mit Labels, Verlagen, Produktionsfirmen und ähnlichen konfrontiert war, die vor allem ihre eigenen Interessen verfolgt haben und das auch oft, wie im Fall Spotify, nicht zum Nutzen der Musikschaffenden, war die GEMA immer eine Verbündete, weil sie für unsere Stücke des großen Kuchens kämpft und die Einnahmen aus Urheberrechten sind ja eine der wenigen uns verbliebenen Geldquellen.“ Sein Fazit lautet: „Also danke for the good work!“
Die 22 Nominees würden mit ihren Kompositionen und Texten „eine einzigartige musikalische Bandbreite und hohe handwerkliche Qualität“ aufweisen, heißt es in einer Mitteilung der GEMA. Dabei sei nicht der kommerzielle Erfolg ausschlaggebend, sondern musikalische Qualität und Originalität.
Neben den sieben in ihrer inhaltlichen Ausrichtung jährlich wechselnden Jury-Kategorien, davon fünf im Bereich Komposition und zwei im Bereich Text, verleiht die GEMA die in Form eines Notenschlüssels gestaltete DMAP-Trophäe außerdem in den Kategorien „Lebenswerk“ und „Erfolgreichstes Werk“ sowie in der doppelt bedachten Nachwuchs-Sparte, wobei die hier ausgelobten Auszeichnungen für Ernste Musik und Unterhaltungsmusik mit jeweils 10.00 Euro dotiert sind. Die Siegerinnen in diesen Kategorien sollen erneut in den Wochen vor der Preisverleihung bekannt gegeben werden. „Der Deutsche Musikautorinnenpreis ist ein fester Bestandteil der deutschen Musiklandschaft und in seiner Ausrichtung auf die Qualität des Musikschaffens einzigartig“, unterstreicht man bei der GEMA.
Die Preisverleihung findet am 30. März in Berlin im Hotel Ritz Carlton statt.
Die 22 Nominierten für den Deutschen Musikautor*innenpreis 2023:
Komposition Audiovisuelle Medien/Hörspiel
- Volker Bertelmann (Hauschka)
- Richard Ruzicka
- Christoph Zirngibl
Komposition Rock/Pop
- Robin Grubert
- Karo Schrader
- Francesco Wilking
Komposition Experimentelle Musik/Elektronik
- Michael Beil
- Hanna Hartman
- Clemens von Reusner
Text Hip-Hop
- Jacob Jüngst (JACE)
- Fabian Römer
- Marco Tscheschlok (Takt32)
Komposition Interkulturelle Begegnung
- Ketan Bhatti, Cymin Samawatie (Trickster Orchestra)
- Jarry Singla
- Max Weissenfeldt
Komposition Orchester
- Milica Djordjevic
- Gordon Kampe
- Fabio Nieder
Text Kleinkunst/Liedermacher*in/Chanson
- Christin Henkel
- Michael Krebs
- Thomas Pigor





