Die Strategie von Nokia im Musikgeschäft nimmt Konturen an. Nach der Übernahme des US-Musikdienstleisters Loudeye im August und der kürzlich erfolgten Präsentation neuer MP3-fähiger Mobiltelefone soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2007 ein eigener Musikshop folgen.
Die vor zwei Tagen angekündigte Plattform Nokia Music Recommender, die ihren Nutzern neue Künstler und Musiktitel per Expertenurteil schmackhaft machen soll, sei nur „ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt“, sagte Anssi Vanjoki, Executive Vice President und General Manager Multimedia Nokia, gegenüber der „Financial Times Deutschland“. Künftig soll der Empfehlservice, dessen Betastart für November angekündigt ist, direkt mit einem eigenen Onlineshop verknüft werden.
Im Hardwarebereich sieht sich Nokia bereits bestens aufgestellt, auch im Hinblick auf die Pläne von Microsoft und Sony, die jeweils eigene Systeme am Markt etablieren wollen. „Wir sind der größte Anbieter von MP3-Playern“, verweist Jonas Geust, Vice President Music Nokia, auf bereits zehn Millionen abgesetzte Multimediahandys der neuen N-Serie. Anders als Apple und Microsoft verfolgt Nokia mit seinen Medienhandys eine offene Strategie. „Auf unseren Endgeräten lässt sich ja auch Musik von Drittanbietern abspielen“, so Geust.






