Recorded & Publishing

Niedecken: „Habe Angst vor Schweinebauchverkäufern“

Im Gespräch mit musikwoche äußerte Bap-Chef Wolfgang Niedecken Besorgnis über die Entwicklung der Musikindustrie. Die Verstrickung von Soft- und Hardware unter einem Konzerndach führe dazu, dass die Branche „im vollen Bewusstsein den Ast absägt, auf dem wir alle sitzen“.

Im Gespräch mit musikwoche äußerte Bap-Chef Wolfgang Niedecken Besorgnis über die Entwicklung der Musikindustrie. Die Verstrickung von Soft- und Hardware unter einem Konzerndach führe dazu, dass die Branche „im vollen Bewusstsein den Ast absägt, auf dem wir alle sitzen“. Während Kurzsichtigkeit und eine lähmende Angst eine langfristige und kreative Arbeit mit Künstlern verhindere, sieht der Bap-Sänger vor allem im Börsengang der Firmen einen grundsätzlichen Fehler der Branche. „Ich habe Angst vor den Schweinebauchverkäufern, denen egal ist, was sie verkaufen“, meint Niedecken. Aus der Perspektive der Band Bap, die nun seit einem Vierteljahrhundert Platten veröffentlicht, sei auch die Entwicklung der Medien fatal für eine abwechslungsreiche Musikszene, weil Radioredakteure nur noch nach Formatvorgaben Programm gestalten. Das Phänomen von Bap sei deswegen umso verwunderlicher, weil alle Alben und DVDs der Formation mit schöner Regelmäßigkeit zumeist Platz eins erreichen, obwohl kaum noch über die Band berichtet werde.

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