Nach dem Managementwechsel an der Spitze von EMI Recorded Music hat CEO Eric Nicoli nun auch die erwarteten Personalentscheidungen für die amerikanische EMI-Niederlassung getroffen. Die beiden bisher unabhängigen Repertoiredivisionen Capitol und Virgin werden ab sofort unter dem Dach der Capitol Music Group zusammengelegt.
Als Labels sollen Capitol und Virgin zwar weiter bestehen, doch als Organisationsstruktur wird nur noch eine einzige Frontline-Division erhalten bleiben. Als Chairman & CEO für die Labelgruppe berief Nicoli Jason Flom, der seit Ende Oktober 2005 als Chef von Virgin U.S. in die Dienste von EMI eintrat. Davor war Flom lange für die Warner-Firma Atlantic tätig. Flom habe „seine Führungsqualitäten und sein Verständnis für Künstleraufbau schnell unter Beweis gestellt, seit er zu Virgin kam“, erklärte Nicoli.
Der bisherige Capitol-Chef Andrew Slater, seit 2001 im Job, verlässt das Unternehmen. Wie viele weitere Stellen dem Umbau zum Opfer fallen werden, ist derzeit noch unklar. Nicoli sprach in einem internen Memo lediglich von einem „zusätzlichem Abbau des Mitarbeiterstamms“.
Trotz der Sparvorgaben aus London wird EMI in den USA weiterhin an zwei Standorten – New York und Los Angeles – vertreten sein. Flom wird künftig ebenso direkt an Nicoli berichten wie der Nordamerika-COO Ivan Gavin, der Finanzchef Colin Finkelstein und der President & CEO der Blue Note Label Group, Bruce Lundvall. Die restlichen EMI-Firmen in den USA – EMI Music Marketing, Capitol Nashville, die EMI Christian Music Group und der Indie-Vertriebsarm Caroline – berichten nun an COO Ivan Gavin.






